Jena, 19.05.2026. Das Jenaer Softwareunternehmen Intershop streicht Stellen und setzt künftig verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Nach einem Millionenverlust im Vorjahr soll so die Effizienz gesteigert und das Unternehmensergebnis stabilisiert werden.
- Unternehmen: Intershop Communications AG (Hauptsitz in Jena)
- Maßnahme: Personalabbau um 40 Beschäftigte auf gut 220 Mitarbeiter innerhalb eines Jahres
- Strategie: Verstärkter Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI) im E-Commerce-Bereich
- Wirtschaftliche Lage: Über 3 Mio. Euro Verlust bei 33 Mio. Euro Umsatz im Vorjahr; Ziel für 2026 ist ein ausgeglichenes Ergebnis
Strategiewechsel nach Millionenverlust
Die Intershop Communications AG, einer der bekanntesten Softwareanbieter aus Jena, zieht Konsequenzen aus den jüngsten roten Zahlen. Wie Vorstandschef Markus Dränert auf der Hauptversammlung am Dienstag mitteilte, hat sich die Belegschaft innerhalb des letzten Jahres bereits um 40 Beschäftigte auf nunmehr gut 220 Mitarbeiter verringert. Der Konzernumbau zielt darauf ab, das Unternehmen effektiv „gesundzuschrumpfen“ und die laufenden Kosten signifikant zu senken.
Hintergrund der Einsparungen ist die finanzielle Bilanz des vergangenen Jahres: Bei einem Gesamtumsatz von rund 33 Millionen Euro verbuchte Intershop einen Verlust von mehr als drei Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt die Führungsebene nun wieder ein ausgeglichenes Ergebnis an.
KI als Treiber für effizienteren Online-Handel
Neben den personellen Einschnitten soll eine technologische Neuausrichtung den Weg zurück in die Profitabilität ebnen. Intershop plant, Künstliche Intelligenz massiv in den Vordergrund seiner Software-Lösungen zu rücken. Ziel ist es, den Kunden – primär Betreibern großer Online-Shops – Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Plattformen im laufenden Betrieb weitgehend automatisiert und mit spürbar weniger eigenem Personaleinsatz steuern können.
Die Unternehmensführung sieht darin einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Wenn Kunden durch die Software-Lösungen aus Jena Geld und personelle Ressourcen sparen, sei dies entscheidend für deren Geschäftserfolg und sichere damit langfristig auch die Auftragslage von Intershop auf dem hart umkämpften internationalen E-Commerce-Markt.
Hintergrund: Intershop und der IT-Standort Jena
Intershop gehört zu den Pionieren des weltweiten E-Commerce und wurde Anfang der 1990er Jahre in Jena gegründet. Zur Jahrtausendwende war das Unternehmen das Aushängeschild des deutschen Neuen Marktes und beschäftigte zeitweise weltweit über 2.000 Mitarbeiter. Der Name des Unternehmens ist bis heute eng mit der Jenaer Skyline verbunden: Das markanteste Hochhaus der Stadt, der heutige Jentower, war lange Zeit der Hauptsitz der Firma und wird im Volksmund oft noch immer „Intershop-Tower“ genannt. Heute befindet sich die Unternehmenszentrale im eigens errichteten Firmengebäude am Steinweg. Der aktuelle Strategiewechsel hin zur Künstlichen Intelligenz spiegelt den allgemeinen Trend in der stark wachsenden Jenaer Digitalwirtschaft wider, die zunehmend auf Automatisierungsprozesse setzt.
Quelle:
Intershop will Stellen abbauen und auf KI setzen
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.