Jena. Mit 250 Ausstellern aus 15 Ländern ist die Hightech-Messe „W3+ fair“ in der Jenaer Sparkassen-Arena komplett ausgebucht. Bis Donnerstagabend versammeln sich Thüringer Unternehmen der Optik- und Photonikbranche gemeinsam mit internationalen Ausstellern in der Lichtstadt, um sich über aktuelle technologische Entwicklungen auszutauschen.
- Ereignis: Eröffnung der Hightech-Messe „W3+ fair“
- Ort: Sparkassen-Arena Jena
- Zeitraum: 23. bis 24. September 2026
- Aussteller: 250 Unternehmen aus 15 Ländern
- Branche: Optik, Photonik, Quantentechnologie und Raumfahrt
Laut Veranstalter Jörg Brück sind 39 Prozent der Aussteller aus Mitteldeutschland, 47 Prozent aus anderen Bundesländern und 14 Prozent aus dem Ausland angereist. Das Konzept der Messe sieht lediglich zwei standardisierte Standgrößen vor. Dadurch begegnen sich Startups und etablierte Branchengrößen auf Augenhöhe, was den direkten und unkomplizierten fachlichen Austausch fördern soll.
Wirtschaftliche Relevanz der Optik- und Photonikbranche
Die Branche ist ein zentrales wirtschaftliches Fundament für den Technologiestandort Jena und die gesamte Region. Die Industriezweige Optik und Photonik erwirtschaften in Thüringen mit rund 20.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von etwa vier Milliarden Euro. Der Exportanteil liegt bei beachtlichen 70 Prozent, während rund 15 Prozent des Umsatzes direkt in Forschung und Entwicklung fließen.
Auf der Messe präsentieren zahlreiche Unternehmen ihre Innovationen. So zeigt Jenoptik-Vorstandschef Dominic Dorfner am Firmenstand, wie wichtig die Halbleiter- und Chipindustrie für den wachsenden Bereich der Künstlichen Intelligenz ist. Auch junge Gründer wie Frank Rub vom Software-Unternehmen Qwasaa oder Philipp Riehl vom Startup IDLoop nutzen die Leistungsschau, um ihre Systeme – etwa kontaktlose Erfassungssysteme für Fingerabdrücke – einem Fachpublikum vorzustellen.
Internationale Delegationen und neue Kooperationen
Zur Stärkung des Standorts kündigte Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) die Etablierung eines „Weimarer Wirtschaftsdreiecks“ an. Das Format soll das seit 35 Jahren bestehende politische Bündnis auf die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit ausdehnen. Den Auftakt bilden Besuche von Wirtschaftsdelegationen aus Frankreich und Polen vom 22. bis 25. September in Thüringen. Insgesamt 25 Teilnehmer aus beiden Ländern informieren sich in Jena und Weimar über Kompetenzen in der Raumfahrttechnik, der Quantentechnologie sowie im Bereich Sicherheit und Verteidigung.
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Jena und Thüringen: Bildband zur Industriegeschichte
Ein faszinierender Blick auf die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung der Innovationsregion Thüringen.
Hintergrund: Jena als Innovationsmotor für Optik und Photonik
Jena blickt auf eine jahrzehntelange Tradition in der Feinmechanik und Optik zurück, die maßgeblich durch Persönlichkeiten wie Ernst Abbe, Carl Zeiss und Otto Schott geprägt wurde. Heute gilt die Region als eines der führenden europäischen Zentren für Optik, Photonik und Quantenwissenschaften. Durch die enge Vernetzung der Friedrich-Schiller-Universität mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und technologieorientierten Unternehmen entsteht vor Ort ein dynamisches Ökosystem, das internationale Startups und etablierte Konzerne gleichermaßen anzieht.
Quelle:
Startups und große Konzerne begegnen sich in Jena auf Augenhöhe
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