Kälte-Frust im Zentrum: 80 Bewohner in der Frauengasse seit Tagen ohne Heizung

Kurz & Kompakt:

  • Ort: Jena Zentrum, Frauengasse 21
  • Situation: Heizungsausfall in sechsstöckigem Plattenbau
  • Betroffene: Ca. 80 Mieter, darunter Senioren
  • Temperaturen: Durchschnittlich nur noch 16 Grad in den Wohnungen
  • Vermieter: JenaWohnen

Jena (04.02.2026) – Es ist der Albtraum eines jeden Mieters im Winter: Die Heizung bleibt kalt, die Wohnung kühlt aus, und das eigene Zuhause wird zur Kältekammer. Genau dieses Szenario erleben derzeit rund 80 Bewohner eines Wohnblocks in der Jenaer Innenstadt.

Wohnungen auf 16 Grad ausgekühlt

In dem sechsstöckigen Plattenbau in der Frauengasse 21 herrscht seit fast einer Woche der Ausnahmezustand. Wie betroffene Mieter berichten, werden die Heizkörper maximal lauwarm. Die Folge: Die Raumtemperaturen sind drastisch gesunken und bewegen sich durchschnittlich nur noch um die 16 Grad Celsius. Besonders brisant ist die Situation, da in dem Gebäude auch viele ältere Menschen leben, für die die anhaltende Kälte ein gesundheitliches Risiko darstellen kann.

Die Bewohner fühlen sich mit der Situation allein gelassen. Handwerker seien zwar in den vergangenen Tagen regelmäßig vor Ort gewesen, zogen jedoch bislang unverrichteter Dinge wieder ab. Die Geduld der Mietergemeinschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Vermieter JenaWohnen unter Zugzwang

Der zuständige Vermieter, das städtische Wohnungsunternehmen JenaWohnen, bestätigte auf Anfrage die Probleme. Demnach sei der Defekt an der Heizanlage bereits seit vergangenem Donnerstag bekannt. Wiederholte Reparaturversuche seien jedoch gescheitert, was die lange Ausfallzeit erklärt.

Ein Sprecher des Unternehmens räumte zudem Versäumnisse in der Kommunikation ein. Es sei nicht akzeptabel, dass die Mieter so lange im Unklaren über den Stand der Reparaturen gelassen wurden. JenaWohnen kündigte an, den Informationsfluss zu verbessern. Ziel war es laut Unternehmensangaben, das technische Problem noch im Laufe des Dienstags (03.02.) vollständig zu beheben. Ob die Wärmeversorgung zum heutigen Mittwochmorgen tatsächlich wieder stabil in allen Etagen läuft, bleibt vorerst abzuwarten und wird von den Mietern genau beobachtet.

Hintergrund: Rechte bei Heizungsausfall

Fälle wie dieser werfen oft die Frage nach den Rechten der Mieter auf. Grundsätzlich gilt: Der Vermieter ist verpflichtet, während der Heizperiode eine Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad tagsüber zu gewährleisten. Wird dieser Wert – wie in der Frauengasse mit 16 Grad – deutlich unterschritten, liegt ein Wohnungsmangel vor.

Mieter haben in solchen Fällen oft das Recht auf eine Mietminderung für den Zeitraum des Ausfalls. Die Höhe der Minderung hängt vom Einzelfall und der Schwere der Beeinträchtigung ab. Mietervereine raten dazu, ein Temperaturprotokoll zu führen und den Mangel unverzüglich schriftlich beim Vermieter anzuzeigen.

Infrastruktur im Fokus

Während die Bewohner der Frauengasse frieren, gab es an anderer Stelle im Jenaer Wärmenetz positive Nachrichten: Die umfangreichen Leitungsarbeiten am Fernwärmenetz der Stadtwerke, die rund 12.000 andere Haushalte betrafen, konnten früher als geplant abgeschlossen werden. Dort fließt die Wärme bereits seit Dienstagnachmittag wieder. Für die 80 Parteien im betroffenen Plattenbau ist dies jedoch nur ein schwacher Trost, solange die hauseigene Anlage streikt.

Wir bleiben an dem Thema dran und hoffen für die Bewohner der Frauengasse, dass die Heizkörper nun endlich wieder die gewohnte Wärme abgeben.


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