Jena, 12. Mai 2026. Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ordnet der Jenaer Infektiologe Prof. Dr. Mathias Pletz die aktuelle Lage ein. Eine Gefahr wie bei der Corona-Pandemie bestehe nicht, dennoch mahnt der Experte zur Vorsicht bei alltäglichen Arbeiten wie dem Frühjahrsputz.
- Thema: Einschätzung zur Hantavirus-Gefahr nach aktuellem Ausbruch
- Experte: Prof. Dr. Mathias Pletz (Wissenschaftler und Infektiologe, Jena)
- Kernaussage: Keine Pandemie-Gefahr – „Corona wird sich hier nicht wiederholen“
- Lokales Risiko: Ansteckung beim Aufräumen von Schuppen, Dachböden oder Kellern
Die Andes-Variante auf dem Kreuzfahrtschiff
Seit dem Ausbruch der sogenannten Andes-Variante des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff steht der Erreger plötzlich wieder verstärkt im medialen und öffentlichen Fokus. Doch der Jenaer Wissenschaftler Prof. Dr. Mathias Pletz beruhigt: Der Erreger ist nicht neu. Einen pandemischen Flächenbrand schließt der Infektiologe aus und betont deutlich, dass sich ein Szenario wie bei der Corona-Pandemie hierzulande nicht wiederholen werde.
Vorsicht hinter der Schuppentür
Trotz der Entwarnung bezüglich einer globalen Pandemie ist das Hantavirus auch in Mitteldeutschland präsent. Die Gefahr lauert laut Pletz vor allem im heimischen Umfeld. Etwas Vorsicht sei schon immer klug gewesen, insbesondere beim klassischen Frühjahrsputz. Wenn nach dem Winter Garagen, Dachböden oder Schuppen aufgeräumt werden, können Menschen leicht mit dem Virus in Kontakt kommen, das vorwiegend durch bestimmte Nagetiere übertragen wird.
Ratgeber: Wie schützt man sich vor dem Hantavirus?
Das Hantavirus wird in Deutschland hauptsächlich durch die Rötelmaus übertragen. Die Viren befinden sich im Speichel, Urin und Kot der infizierten Tiere. Gefährlich wird es für den Menschen, wenn diese Ausscheidungen trocknen und als Staub aufgewirbelt und eingeatmet werden.
- Lüften: Bevor Schuppen oder Keller nach längerer Zeit gereinigt werden, sollten diese mindestens 30 Minuten gut bei offener Tür durchgelüftet werden.
- Staub vermeiden: Kehren Sie niemals trocken! Befeuchten Sie Böden und Flächen vor dem Fegen mit Wasser (gerne mit etwas Spülmittel), um das Aufwirbeln von Staub zu verhindern.
- Schutzausrüstung: Tragen Sie bei entsprechenden Arbeiten in staubigen, mäusebefallenen Räumen eine gut sitzende FFP2-Maske und Arbeitshandschuhe.
- Hygiene: Nach den Aufräumarbeiten sollten Hände und Gesicht gründlich mit Seife gewaschen werden. Tote Mäuse oder Kotreste sollten in einer verschlossenen Plastiktüte über den Hausmüll entsorgt werden.
Quelle:
Hantavirus: Vorsicht beim Frühjahrsputz – aber keine Panik vor einer Pandemie
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