Gefährliche Köder entdeckt: Wurst mit Schrauben bei Jena ausgelegt

Fakten im Überblick

  • Ort des Geschehens: Crossen an der Elster (Saale-Holzland-Kreis)
  • Vorfall: Fund von Wurststücken, die mit Schrauben präpariert waren
  • Zeitpunkt: Dienstagnachmittag, 10.02.2026
  • Weitere Vorfälle: Schulbusunfall in Stadtroda, Einbruch in Tröbnitz
  • Polizei-Hinweis: Zeugen werden gebeten, sich bei der PI Saale-Holzland zu melden.

Jena/Crossen an der Elster (11.02.2026) – Es ist der Albtraum eines jeden Hundebesitzers: Beim entspannten Spaziergang schnüffelt der Vierbeiner im Gras, und nur Sekunden später kann das Leben des Tieres in Gefahr sein. Im Saale-Holzland-Kreis, unweit von Jena, ist nun genau ein solcher Fall von versuchter Tierquälerei aktenkundig geworden.

Gefährlicher Fund in Crossen

Wie die Polizeiinspektion mitteilt, meldete sich am Dienstagnachmittag eine besorgte Frau bei den Beamten. In der Gemeinde Crossen an der Elster hatte sie ein Wurststück entdeckt, das offensichtlich manipuliert worden war. Die nähere Untersuchung bestätigte den Verdacht: Unbekannte Täter hatten das Fleischstück mit Schrauben gespickt – eine tödliche Falle für Hunde oder Katzen, die den Köder fressen würden.

Die alarmierten Polizisten konnten vor Ort zwei Schrauben in der ausgelegten Wurst sichern. Doch damit nicht genug: Wenig später meldete sich eine 40-jährige Passantin erneut bei den Beamten, da sie weitere solcher präparierten Köder in der Umgebung gefunden hatte. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um die Tatumstände und die Identität der Unbekannten zu klären.

Gefahr für Leib und Leben der Tiere

Solche sogenannten „Giftköder“ – wobei hier mechanische Verletzungen im Vordergrund stehen – stellen eine massive Gefahr dar. Werden spitze Gegenstände wie Schrauben, Nägel oder Rasierklingen verschluckt, können sie im Magen-Darm-Trakt schwerste innere Verletzungen verursachen. Oft ist eine Notoperation die einzige Rettung. Tierärzte raten dringend dazu, bei Verdacht auf Aufnahme eines solchen Fremdkörpers sofort eine Klinik aufzusuchen und keinesfalls Erbrechen herbeizuführen, da die scharfen Gegenstände die Speiseröhre erneut verletzen könnten.

Rechtlich gesehen handelt es sich hierbei keinesfalls um einen „Dummer-Jungen-Streich“. Das Auslegen solcher Köder kann als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gewertet werden und zieht strafrechtliche Konsequenzen nach sich, insbesondere wenn Tiere zu Schaden kommen.

Weitere Blaulicht-Meldungen aus der Region

Neben dem Vorfall in Crossen hielt das Geschehen im Saale-Holzland-Kreis die Einsatzkräfte auch an anderen Orten in Atem:

  • Stadtroda: Am Dienstagmorgen kam es in der Straße „Unterm Markt“ zu einem Zusammenstoß, an dem ein Schulbus beteiligt war. Gerade im morgendlichen Berufs- und Schülerverkehr sorgen solche Unfälle oft für erhebliche Behinderungen.
  • Hermsdorf: Ein 59-jähriger Autofahrer verlor am Montagnachmittag auf der Strecke Richtung Trotz die Kontrolle und fuhr durch einen Zaun in einen Bach. Auch in einem Supermarkt in Hermsdorf kam es am Dienstagabend zu einem Zwischenfall, bei dem ein Rempler zu einer Körperverletzungsanzeige führte.
  • Eisenberg: Vandalismus beschäftigt die Polizei im Norden des Kreises. Ein Mann entdeckte am Montagmittag einen aufgebrochenen Stromkasten, aus dem Kabel entwendet worden waren.
  • Tröbnitz: Ein Einbruch in ein Wohnhaus am Samstagnachmittag führte zu erheblicher Beute für die noch unbekannten Täter.

Fazit und Ausblick

Die Polizei bittet im Fall der ausgelegten Köder in Crossen dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer verdächtige Personen beobachtet hat, sollte sich umgehend melden. Hundebesitzern in der Region wird geraten, ihre Tiere vorerst an der kurzen Leine zu führen und besonders aufmerksam zu sein, was die Vierbeiner am Wegesrand aufnehmen.


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