Jena, 24.04.2026. Die Fraktion „Bürger für Jena“ möchte das Surfen mitten in der Stadt ermöglichen. Mit einer neuen Beschlussvorlage für den Stadtrat soll geprüft werden, ob die Errichtung einer sogenannten stehenden Welle in der Saale realisierbar ist.
- Initiator: Stadtratsfraktion „Bürger für Jena“
- Vorhaben: Prüfung einer stehenden Surfwelle („SaaleWelle“)
- Prüfauftrag geht an: Oberbürgermeister der Stadt Jena
- Vorbilder: München, Hannover, Nürnberg, Regensburg, Passau
Umfangreiche Prüfung gefordert
Bevor die ersten Surfer ihre Bretter zu Wasser lassen können, sind zahlreiche Hürden zu nehmen. Der eingebrachte Antrag sieht vor, dass der Oberbürgermeister zunächst potenzielle Standorte entlang der Saale identifiziert. Dabei muss das Vorhaben einem strengen Kriterienkatalog standhalten: Neben städtebaulichen und sicherheitsrelevanten Fragen stehen vor allem wasserrechtliche Vorschriften, ökologische Auswirkungen und der Naturschutz im Fokus der geforderten Machbarkeitsstudie.
Neuer Treffpunkt am Fluss
Die Initiatoren versprechen sich von der „SaaleWelle“ nicht nur eine neue Attraktion für Wassersportler, die dadurch das Surfen auf der Stelle praktizieren könnten. Die Anlage soll sich nach den Vorstellungen der Einreicher zu einem neuen, urbanen Treffpunkt an der Saale entwickeln. Sollte das Projekt tatsächlich umgesetzt werden, würde Jena eine Vorreiterrolle einnehmen: Es wäre die erste Stadt in den neuen Bundesländern, die über eine derartige Flusswelle verfügt.
Hintergrund: Urbane Flusswellen
Das Konzept der künstlichen oder naturnahen Flusswellen erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Das bekannteste Beispiel ist die Eisbachwelle im Englischen Garten in München, die sich seit Jahrzehnten als weltbekannter Surf-Spot und Touristenmagnet etabliert hat. Auch Hannover hat mit der „Leinewelle“ unlängst ein ähnliches Projekt im Stadtzentrum erfolgreich realisiert. In Jena stellt die Saale als zentrale Achse durch das Stadtgebiet – insbesondere auf Höhe des Paradiesparks und der Oberaue – ohnehin schon das wichtigste Naherholungsgebiet dar. Eine Surfwelle könnte die Attraktivität der Flusslandschaft weiter steigern, erfordert jedoch oftmals bauliche Eingriffe in die Strömungsdynamik und das Flussbett, was eine enge und frühzeitige Abstimmung mit den Umweltbehörden zwingend erforderlich macht.
Quelle:
Bürger für Jena wollen „SaaleWelle“ prüfen lassen
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.