Vier Millionen Euro Förderung: Thüringer Forscher entwickeln Anlage für großflächige Nanostrukturen

Jena/Erfurt, 23. April 2026. Thüringer Forscher treiben die Entwicklung hochpräziser Nanostrukturen voran. Eine neue Maschine soll zukünftig photonische Bauteile von bis zu einem Quadratmeter Größe mit atomarer Genauigkeit fertigen.

  • Was: Forschungsprojekt für großflächige Nanostrukturen
  • Förderung: 4 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Präzision: Positionierungsgenauigkeit kleiner als ein Atom
  • Kick-off: 6. Mai 2026 auf der Quantum Photonics Messe in Erfurt

Grenzen der bisherigen Fertigung überwinden

Die Herstellung von hochpräzisen Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen unterliegt derzeit noch starken räumlichen Beschränkungen. Mit herkömmlichen Verfahren lassen sich diese Strukturen aktuell nur auf einer maximalen Ausdehnung von etwa 30 Zentimetern realisieren. Für zukunftsweisende Technologien in der Optik und Quantenphysik reicht dieser Maßstab jedoch oftmals nicht mehr aus.

Um diese Limitierung zu überwinden, arbeitet ein Team aus Thüringer Wissenschaftlern an der Entwicklung einer neuartigen Maschine. Das ambitionierte Ziel ist es, Nanostrukturen künftig auf einer Fläche von bis zu einem Quadratmeter zu fertigen. Bemerkenswert ist dabei die anvisierte Positionierungsgenauigkeit: Sie soll in Dimensionen erfolgen, die kleiner als ein einzelnes Atom sind.

Millionen-Förderung für den Forschungsstandort

Das enorme Potenzial dieser technologischen Neuerung hat auch auf Bundesebene überzeugt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das wegweisende Projekt mit einer Fördersumme von vier Millionen Euro. Den offiziellen Startschuss für das Vorhaben markiert ein Kick-off-Event, das am 6. Mai im Rahmen der Messe „Quantum Photonics“ in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt stattfinden wird.

Hintergrund: Thüringen als Zentrum der Photonik

Thüringen, und insbesondere die Region rund um die „Lichtstadt“ Jena, gilt weltweit als eines der bedeutendsten Zentren für Optik und Photonik. Forschungseinrichtungen treiben hier seit Jahrzehnten die Entwicklung von Lichttechnologien voran. Nanostrukturen spielen eine entscheidende Rolle in der modernen Optik. Sie werden benötigt, um Licht auf mikroskopischer Ebene zu lenken, zu formen oder zu filtern.

Großflächige photonische Bauteile sind beispielsweise für hochauflösende Weltraumteleskope, neuartige Lasersysteme oder in der Halbleiterindustrie von enormer Bedeutung. Die Möglichkeit, solche hochkomplexen Strukturen künftig auf einem ganzen Quadratmeter nahezu fehlerfrei herzustellen, könnte die Produktionskosten deutlich senken und völlig neue Anwendungsfelder in der Datenübertragung und Quantenkommunikation eröffnen.


Quelle:

Großflächige Nanostrukturen mit atomarer Präzision


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