Feinstaub-Belastung in Jena: Aktuelle Werte überschreiten Normalbereich

  • Aktueller Messwert: 31 µg/m³ (Spitzenwert)
  • Schadstoff: Feinstaub (PM2,5)
  • Einstufung: Gefährdung (Kategorie Orange)
  • Normalbereich: 0 – 25 µg/m³
  • Quelle: Umweltbundesamt (UBA)

Jena, 03.02.2026 – Ein Blick auf die aktuellen Umweltdaten dürfte für viele Jenaer heute Morgen wenig erfreulich sein. Wie aktuelle Messdaten bestätigen, hat sich die Luftqualität in der Saalestadt verschlechtert. Insbesondere die Konzentration von Feinstaubpartikeln (PM2,5) liegt derzeit über dem empfohlenen Normalbereich, was gesundheitliche Auswirkungen für empfindliche Personengruppen haben kann.

Grenzwerte an Messstationen überschritten

Laut den neuesten Daten, die auf Erhebungen des Umweltbundesamtes (UBA) basieren, wurde an mehreren Messstationen im Stadtgebiet von Jena der Normalwert für Feinstaub überschritten. Der derzeitige Spitzenwert liegt bei 31 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³). Zum Vergleich: Der als unbedenklich eingestufte Normalbereich endet bereits bei 25 µg/m³. Damit rutscht die Bewertung der Jenaer Luftqualität in den Bereich „Gefährdung“ (Farbcode Orange).

Zwar ist die höchste Warnstufe (Rot, ab 50 µg/m³) noch nicht erreicht, doch die aktuelle Einstufung als „schlecht“ sollte ernst genommen werden. Diese Werte sind momentan keine Einzelfälle, sondern reihen sich in eine flächendeckende Schadstoffwelle ein, die derzeit auch andere Teile Deutschlands betrifft.

Hintergrund: Die Gefahr aus der Luft

Doch was bedeutet dieser Wert konkret für die Bürger? Feinstaub der Kategorie PM2,5 besteht aus winzigen Partikeln, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Sie entstehen oft durch Verbrennungsprozesse in Motoren, Heizungen oder in der Industrie. Aufgrund ihrer geringen Größe können diese Partikel tief in die Atemwege eindringen, die Lunge belasten und im schlimmsten Fall sogar in den Blutkreislauf gelangen.

Besonders betroffen von der aktuellen Belastungssituation sind Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis sowie Kinder und ältere Menschen. Symptome einer kurzfristigen Belastung können Reizungen der Schleimhäute, Husten oder eine erschwerte Atmung sein. Langfristig gilt Feinstaub als einer der größten umweltbedingten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Jenas Kessellage als Verstärker

Dass gerade Jena immer wieder mit Phasen schlechterer Luftqualität zu kämpfen hat, ist auch der geografischen Lage geschuldet. Eingebettet im Saaletal und umgeben von den Muschelkalkhängen der Kernberge und des Jenzig, kann bei bestimmten Wetterlagen ein sogenannter Inversionseffekt auftreten. Dabei liegt eine wärmere Luftschicht wie ein Deckel über der kalten Luft im Tal. Der Luftaustausch kommt zum Erliegen, und Schadstoffe aus Verkehr und Hausbrand sammeln sich im Talkessel an wie in einer Glocke.

Verhaltenstipps für den heutigen Dienstag

Angesichts der aktuellen Messwerte raten Experten dazu, körperliche Anstrengungen im Freien anzupassen.

  • Sport: Joggingrunden oder intensives Training sollten heute eher in die Innenräume verlegt oder in höher gelegene Gebiete außerhalb des Talkessels (z.B. auf das Plateau um Cospeda oder Lichtenhain) verlagert werden.
  • Lüften: Stoßlüften ist weiterhin wichtig, sollte aber idealerweise zu verkehrsarmen Zeiten stattfinden, sofern man an Hauptstraßen wohnt.
  • Mobilität: Um die Belastung nicht weiter zu erhöhen, ist der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad (bei moderatem Tempo) eine sinnvolle Maßnahme, um die Emissionen in der Stadt nicht zusätzlich durch unnötige Autofahrten zu steigern.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wetterlage in den kommenden Stunden entwickelt. Oftmals sorgen erst auffrischender Wind oder Niederschlag für eine deutliche Entlastung der Luftsituation im Saaletal.

Passen Sie auf sich auf und kommen Sie gesund durch den Tag!


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