Jena: Falsche Bankmitarbeiterin erbeutet 50.000 Euro

Jena, 22. September 2026 – Ein 84-annter Mann aus Jena ist am Montag Opfer eines professionellen Telefonbetrugs geworden. Die Täterin erbeutete dabei eine Summe von 50.000 Euro.

  • Ereignis: Telefonbetrug und unberechtigter Kontozugriff
  • Datum/Zeit: Montag, 21. September 2026
  • Ort: Jena
  • Schaden: 50.000 Euro
  • Polizei: Kriminalpolizei Jena hat Ermittlungen aufgenommen

Wie die Landespolizeiinspektion Jena mitteilte, meldete sich eine unbekannte Frau telefonisch bei dem Senior. Sie gab sich als Mitarbeiterin seiner Hausbank aus und schilderte dem Mann unter einem Vorwand, dass ungewöhnliche Kontobewegungen überprüft werden müssten. Um diese angebliche Kontrolle durchzuführen, brachte die Betrügerin den 84-Jährigen dazu, einen per SMS oder Nachricht übermittelten Link anzuklicken.

Durch diesen Link gelang es der Täterin, einen Fernzugriff auf den Computer des Geschädigten zu installieren. In der Folge verschaffte sie sich Zugang zum Online-Banking und überwies beziehungsweise buchte 50.000 Euro vom Konto des Rentners ab. Erst im Nachhinein bemerkte der Mann den massiven finanziellen Verlust und informierte umgehend sowohl seine Bank als auch die Landespolizeiinspektion Jena. Das betroffene Konto wurde daraufhin umgehend gesperrt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Prävention: So schützen Sie sich vor Telefonbetrug und Fernzugriff

Betrüger nutzen immer professionellere Maschen, um vor allem ältere Menschen zu täuschen. Die Polizei Jena rät daher dringend zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Keine Fernzugriffs-Software installieren: Installieren Sie niemals Programme wie AnyDesk, TeamViewer oder ähnliche Software auf Anweisung von Unbekannten – auch dann nicht, wenn diese vorgeben, von Ihrer Bank, von Behörden oder von Microsoft zu sein.
  • Keine Links anklicken: Folgen Sie niemals Links in SMS oder E-Mails, die angeblich von Ihrer Bank stammen und zur Verifizierung oder Dateneingabe auffordern.
  • Keine sensiblen Daten preisgeben: Banken, Sparkassen oder die Polizei fordern niemals am Telefon oder per Fernzugriff die Herausgabe von PINs, TANs oder Passwörtern.
  • Im Zweifel auflegen: Beenden Sie das Gespräch sofort und rufen Sie Ihre Bank über die offiziell bekannte Telefonnummer oder direkt in der Filiale an. Nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion des Anrufers.

Quelle:

LPI-J: Falsche Bankmitarbeiterin erbeutet 50.000 Euro


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