Jena, 15. September 2026. Am Dienstag startete eine europäische Rakete vom Typ Vega-C erfolgreich ins All. An Bord befinden sich neben dem Satelliten Sentinel-3C auch die Mission FLEX (Fluorescence Explorer) der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die maßgeblich von Thüringer Forschungseinrichtungen mitentwickelt wurde.
- Ereignis: Erfolgreicher Start des ESA-Satelliten FLEX
- Beteiligung: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF (Jena)
- Kerntechnologie: Hochauflösendes Spektrometer zur Messung von Pflanzen-Fluoreszenz
- Ziel: Erfassung von Vegetationsgesundheit, Dürrefolgen und globalem Kohlenstoffkreislauf
Das Herzstück der Mission bildet ein hochauflösendes Spektrometer, an dessen Entwicklung das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena maßgeblich beteiligt war. Die dort entwickelten Komponenten ermöglichen es, extrem schwache Lichtsignale von Pflanzen aus einer Höhe von rund 800 Kilometern präzise zu registrieren.
Bedeutung für Landwirtschaft und Klimaforschung
Der Satellit gilt als wissenschaftlich anspruchsvolle Erdbeobachtungsmission. Er misst direkt, wie aktiv Pflanzen auf der Erde Photosynthese betreiben, indem er eine schwache Fluoreszenz erfasst, die bei der Umwandlung von Sonnenlicht entsteht. Die gewonnenen Daten sollen helfen, den Gesundheitszustand von Wäldern und Feldern sowie die Folgen von Dürre und Umweltstress zu bewerten. Dies ist besonders für die Landwirtschaft und den Umweltschutz von großer Bedeutung.
In den kommenden Wochen werden die Instrumente im Orbit getestet und kalibriert, bevor die wissenschaftliche Betriebsphase beginnt. Durch die Kombination der FLEX-Daten mit denen des im Tandem arbeitenden Satelliten Sentinel-3C erhofft sich die ESA neue Einblicke in den globalen Kohlenstoff- und Wasserkreislauf.
⭐⭐⭐⭐⭐ 4.8 / 5
Präzise Wanderkarte für Jena und das Saaletal
Ideal, um die heimische Natur und die lokalen Vegetationsflächen rund um Jena aktiv zu erkunden.
Hintergrund: Spitzenforschung aus Jena für die Weltraumfahrt
Das Fraunhofer IOF in Jena gehört seit Jahren zu den führenden Adressen für optische Systeme und Präzisionstechnik in Deutschland. Die Beteiligung an internationalen Raumfahrtmissionen wie FLEX unterstreicht die technologische Kompetenz des Standortes Thüringen im Bereich der Erdbeobachtung und Sensorik.
Quelle:
Esa startet Flex-Satelliten mit Technik aus Jena ins All
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