Demenz-Pflege: Uni Jena startet Studie zur Entlastung

Jena, 16. August 2026. Die Universität Jena hat im August 2026 das neue Forschungsprojekt „AnDem-RoSe“ initiiert, das sich der Entlastung von pflegenden Angehörigen von Demenzkranken widmet. Das auf mehrere Jahre angelegte Projekt läuft bis Ende 2029 und zielt darauf ab, wirksame Hilfestellungen zur Stabilisierung der Gesundheit von Pflegenden zu erarbeiten.

  • Ereignis: Start des Forschungsprojekts „AnDem-RoSe“
  • Institution: Universität Jena
  • Ziel: Untersuchung der Belastungen von pflegenden Angehörigen
  • Teilnehmer: Gesucht werden 350 Personen in der häuslichen Pflege
  • Laufzeit: Bis Ende 2029

Ziele und Belastungsfaktoren im Fokus

Die häusliche Betreuung von demenzkranken Menschen stellt Betroffene vor enorme physische und psychische Herausforderungen. Die wissenschaftliche Untersuchung setzt genau hier an, um bestehende Versorgungslücken zu identifizieren und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln. Zu den zentralen Belastungsfaktoren, die im Rahmen der Studie analysiert werden, gehören:

  • Chronische Erschöpfungszustände durch die Rund-um-die-Uhr-Betreuung
  • Schlafstörungen infolge nämlicher Unruhephasen und ständiger Alarmbereitschaft
  • Ein signifikant erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Depressionen
  • Soziale Isolation und die psychische Last des schleichenden Persönlichkeitsverlusts der Erkrankten

Für die Studie suchen die Verantwortlichen an der Universität Jena insgesamt 350 Teilnehmende, die im häuslichen Umfeld die Pflege übernehmen. Die gewonnenen Daten sollen als Grundlage für künftige gesundheitspolitische Maßnahmen und konkrete Entlastungsangebote dienen.

Hintergrund: Häusliche Demenzpflege in Deutschland und Jena

Nach aktuellen Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben derzeit rund 1,84 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung in Deutschland. Angesichts der demografischen Entwicklung wird diese Zahl in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Da stationäre Pflegeplätze begrenzt sind und die Mehrheit der Betroffenen zu Hause betreut wird, lastet die Hauptverantwortung auf dem privaten Umfeld. Begleitforschung wie das Projekt „AnDem-RoSe“ in Jena ist daher von großer gesellschaftlicher Bedeutung, um das soziale System der Pflege langfristig zu stützen und zu entlasten.


Quelle:

Demenz-Pflege: Studie untersucht Belastung von 350 Angehörigen


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