Jena, 10. August 2026 – Das Columbus Center in Winzerla lässt den jahrelangen Leerstand hinter sich und startet mit frischem Schwung in eine neue Ära. Unter neuer Regie der Jenaer Immobilien- und Service GmbH verwandelt sich das Einkaufszentrum schrittweise in einen lebendigen Ort für Nahversorgung, Spezialitäten, Kultur und Dienstleistungen.
Standort: Columbus Center, Jena-Winzerla
Nutzungsmix: Gastronomie, Spezialitäten-Großhandel, Kultur & Vereine, Gesundheit & Dienstleistungen
Mietkonditionen: Attraktive Durchschnittsmiete ab ca. 10 €/m² (Freie Flächen von 65 m² bis 80 m² sowie Büro- und Praxisräume verfügbar)
Vermietung & Kontakt: Jenaer Immobilien- und Service GmbH (JIS) – Anke Daßler (a.dassler@jis-jena.de)
Neuanfang im Bestand: Der Wandel des Columbus Centers
Nach jahrelanger Ungewissheit und sinkenden Vermietungsquoten steht das Columbus Center im Jenaer Stadtteil Winzerla an einem entscheidenden Wendepunkt. Nachdem Ende 2025 die ambitionierten Pläne für einen vollständigen Abriss und Neubau des Areals gestoppt wurden, setzt der aktuelle Kurs voll auf die schrittweise Sanierung und energetische Wiederbelebung im Bestand. Statt weiter auf den jahrelang diskutierten Großneubau zu warten, packt das Team um Anke Daßler von der Jenaer Immobilien- und Service GmbH (JIS) die Dinge direkt vor Ort an.
Ziel ist es, die vorhandenen Gewerbeflächen durch maßgeschneiderte Raumkonzepte, faire Konditionen von rund 10 Euro pro Quadratmeter und einen bunten Mix aus Handel, Handwerk und Gemeinschaft wieder mit Leben zu füllen. Die Kombination aus traditionellen Anker-Geschäften und innovativen Neuansiedlungen soll dem Center wieder seine ursprüngliche Rolle als pulsierender Treffpunkt im Wohngebiet zurückgeben.
Gastro, Spezialitäten & neuer Schwung
Ein echter Hingucker im oberen Erdgeschoss ist die Neueröffnung einer orientalischen Konditorei: In den gläsernen Vitrinen präsentieren sich frisch gebackene Baklava-Spezialitäten mit Pistazien, Walnüssen und Cashews sowie traditionelles Knafeh. Das Ambiente mit geschnitzter arabischer Kalligrafie und glänzenden Dallah-Messingkännchen strahlt Fernweh aus. Direkt daneben auf derselben Etage hat sich ein orientalischer Lebensmittelgroßhandel etabliert, der als Versorger für ganz Thüringen dient und die Anwohner mit exotischen Gewürzen, feinsten Olivensorten, Reis und Frischwaren begeistert.

Auch die Fernost-Küche zieht ein: Ein neues vietnamesisches Restaurant vollendet derzeit seinen Ausbau für die geplante Eröffnung im September. Mit warmen Holzelementen, eleganten Bambus-Strukturen und einem beeindruckenden Wandgemälde lädt es künftig zum Genießen und Verweilen ein.

Ergänzt wird das bunte Treiben durch den Kiosk & Shisha Shop „Spot“, der sich schnell zum beliebten Viertel-Treff entwickelt hat. Neben gängigen Tabaksorten, Shisha-Zubehör, gekühlten Erfrischungsgetränken und Snacks schätzen die Anwohner besonders die integrierte DHL-Paketannahme vor Ort. Zudem laufen derzeit vielverbringende Verhandlungen zur Ansiedlung eines Eiscafés.
Kultur, Freizeit & Vereinsleben
Neben dem Einzelhandel setzt das Revitalisierungskonzept stark auf soziale und kulturelle Impulse. Der Verein Machwerk Jena e.V. übernimmt eine 110 Quadratmeter große Fläche mit eigenem Außenzugang und schafft damit Jenas erste offene Werkstatt dieser Art. Vereinsmitglieder, und künftig auch die breite Öffentlichkeit, erhalten hier Raum zum Tüfteln, Werken und Zusammenkommen außerhalb der eigenen vier Wände.
Zudem befindet sich eine zukunftsweisende VR-Arena in konkreten Verhandlungen: Virtual Reality (VR) steht für „Virtuelle Realität“, eine moderne digitale 3D-Erlebniswelt, in die Besucher mithilfe von Spezialbrillen direkt eintauchen. Statt wie beim Fernsehen nur auf einen Bildschirm zu schauen, bewegt man sich mitten im Geschehen und wird selbst Teil von interaktiven Abenteuern, digitalen Rätselräumen oder virtuellen Kulturreisen. Um diesen Schritt in Richtung Zukunft nach Winzerla zu holen, sollen großzügige, hindernisfreie Flächen umgebaut werden, die bahnbrechende Freizeit-Technologie und Spielspaß für Jung und Alt erlebbar machen.
Für wechselnde Kultur- und Freizeitveranstaltungen stehen im Center insgesamt bis zu 450 Quadratmeter nutzbare Fläche bereit.
Medizinische Versorgung & Dienstleistungen
Auch die gesundheitliche und alltägliche Versorgung im Stadtteil wird gestärkt. Das integrierte Ärztehaus soll wieder gezielt mit Medizinerpraxen besetzt werden, während bestehende Arztpraxen aktuell über die Erneuerung ihrer Mietverträge verhandeln. Als verlässliche Säulen sichern bewährte Betriebe wie das beliebte griechische Restaurant „Poseidon“, der Döner- und Pizzaladen „Paradiso“ sowie die bewährte Apotheke den Standort. Auch mit der Wolf Fleischerei stehen derzeit Gespräche an.
Besondere Priorität hat die geplante Erweiterung des Norma-Supermarktes auf künftig 1.200 Quadratmeter Handelsfläche: Seit einem halben Jahr liegt dem Jenaer Bauamt hierfür eine Bauvoranfrage vor, auf deren Genehmigung dringend gewartet wird. Die Vergrößerung ist die entscheidende Voraussetzung, um Kunden bei bleibend umfangreichem Angebot, wie dem beliebten Garten- und Heimwerkerbedarf, deutlich mehr Einkaufskomfort zu bieten, so wie es andere Discounter bereits in Lobeda umgesetzt haben.
Seit zwei Monaten bereichert zudem der Barbier „Schöner Schnitt“ das Dienstleistungsangebot. Hier dreht sich alles um klassische Herrenhaarschnitte, traditionelle Bartpflege, präzise Konturenrasuren und eine entspannende Auszeit für den Mann von heute. (Sachlicher Hinweis: Nach einem Einbruch am 07.08., bei dem Bargeld und Wertsachen entwendet wurden, bittet die Polizeiinspektion Jena unter der Telefonnummer 03641 810 um dienliche Hinweise aus der Bevölkerung.)
Baufortschritt, Sanierung & Parkhaus
Die bauliche Aufwertung des Komplexes schreitet zügig voran. Die über Jahre hinweg wegen Sicherheitsmängeln gesperrte Außentreppe wird komplett erneuert, während im Innenbereich umfassende Reinigungs- und Sanierungsmaßnahmen an den Fußböden durchgeführt werden. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die schrittweise Sanierung der Haustechnik im laufenden, vermieteten Bestand dar, was auch die Modernisierung der Warmwasserversorgung und der Lüftungsanlagen umfasst.

Das angeschlossene Parkhaus erfährt ebenfalls eine grundlegende Modernisierung und wird mit einem automatischen System zur Kennzeichenerkennung ausgestattet. Neben öffentlich verfügbaren Kurzzeitparkplätzen stehen Anwohnern und Beschäftigten auch bereits neu vermietete Feststellplätze zur Verfügung.
Gut zu wissen: Geschichte & Wandel seit 1994
Das Columbus Center wurde 1994 im Zuge der städtebaulichen Entwicklung Winzerlas eröffnet, um als Pendant zum benachbarten WinCenter die Nahversorgung der Großwohnsiedlung zu garantieren. Über viele Jahre beherbergte das Center eine bunte Vielfalt bekannter Alltagsgeschäfte: Von Drogerien wie Schlecker und dm über ein Blumengeschäft, ein Schuhgeschäft und einen vielgenutzten Quelle-Shop bis hin zu einer Tagesstätte für suchtkranke Menschen. Kulinarisches Beständigkeitssymbol bleibt seit eh und je das griechische Restaurant „Poseidon“ sowie die Columbus-Apotheke.
Im Laufe der Jahrzehnte führten verändertes Konsumverhalten, unübersichtliche Grundrisse und fehlendes Tageslicht zu erheblichem Leerstand. Zur Zukunft des Standorts veranstaltete die Stadt Jena regelmäßig öffentliche Anwohner-Foren (unter anderem in der Friedrich-Schiller-Grundschule). Nachdem ein Ende 2025 geplantes Abriss- und Neubauprojekt („Wohn- und Geschäftsquartier Friedrich-Zucker-Straße“) am Einspruch von Eigentümer Svend Dietel sowie gestiegenen Baukosten scheiterte, schlägt das Center nun mit der Bestandssanierung erfolgreich ein neues Kapitel auf.
Quelle: Eigene Recherchen & Live-Gespräche vor Ort
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel basiert auf eigenen Auskünften vor Ort und wurde mit KI-Unterstützung formuliert.