Apolda/Eckartsberga, 05.07.2026 – Am frühen Sonntagmorgen hat eine kilometerlange Verfolgungsjagd auf der B87 nach einem schweren Unfall an einem Baum geendet. Der flüchtende Fahrer stand unter Drogen, besaß keinen Führerschein und war mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs.
- Ort: B87, Eckartsberga Richtung Apolda / Abzweig Reisdorf
- Zeitpunkt: Sonntag, 05.07.2026, gegen 03:00 Uhr
- Beteiligte: Ein Volvo mit zwei Insassen (Fahrer schwer, Beifahrer leicht verletzt)
- Delikte: Verdacht auf Dieseldiebstahl, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss, Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz
- Polizeikontakt: PI Apolda, Telefon: 03644 541225
Die wilde Flucht begann gegen 03:00 Uhr in Eckartsberga (Sachsen-Anhalt). Drei Funkstreifenwagen des Polizeireviers Weißenfels/Naumburg hatten die Verfolgung eines verdächtigen Volvo aufgenommen, der in Richtung Apolda unterwegs war. Trotz Blaulichts und deutlicher Anhaltesignale ignorierte der Fahrer sämtliche Stoppsignale der Beamten und raste mit stark überhöhter Geschwindigkeit weiter in Richtung Weimar.
Gefährliches Wendemanöver im Baustellenbereich
Aufgrund der rasanten Fahrt forderten die sachsen-anhaltischen Polizisten Unterstützung aus Thüringen an. Streifenwagen der Polizeiinspektion Apolda eilten zur B87, um dem Flüchtigen den Weg abzuschneiden. Im Bereich einer Baustelle bei Oberroßla schien der Fluchtweg vorerst versperrt: Der Fahrer bog in ein dortiges Gewerbegebiet ab.
Anstatt jedoch aufzugeben, wendete er das Fahrzeug rücksichtslos, umfuhr die Straßensperren der thüringischen Beamten und raste auf der B87 zurück in Richtung Eckartsberga.
Kollision mit Baum nach der Flucht
Die hochgefährliche Flucht endete abrupt kurz hinter dem Abzweig Reisdorf. Der Fahrer verlor bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über den Volvo und prallte frontal gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug schwer beschädigt.
Da der Fahrer nicht angeschnallt war, erlitt er schwere Verletzungen. Sein Beifahrer, der einen Sicherheitsgurt angelegt hatte, kam mit leichten Verletzungen davon. Rettungskräfte brachten beide Männer in umliegende Krankenhäuser.
Drogen, Diebesgut und gestohlene Kennzeichen
Bei der Durchsuchung des Autowracks stießen die Polizisten auf die mutmaßliche Ursache der Flucht: Im Heck des Fahrzeugs befanden sich mehrere Treibstoffkanister und Saugpumpen, was stark auf eine vorangegangene Diebstahlstour hindeutet.
Zudem stellte sich heraus, dass der schwerverletzte Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand – ein Verstoß, der in der Region immer wieder zu schweren Unfällen führt, wie erst kürzlich ein Vorfall in Lobeda zeigte. Zudem war der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Der genutzte Volvo war nicht versichert, und die am Wagen angebrachten Kennzeichen waren zuvor als gestohlen gemeldet worden. Es wurden umfangreiche Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Quelle:
LPI-J: Dieseldiebe über Landesgrenzen verfolgt | Presseportal
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