E-Auto laden an der Straßenlaterne: AWO und Stadtwerke testen innovativen ‚Laternenlader‘ in Lobeda

Jena-Lobeda, 17. Juni 2026 – Auf dem Parkplatz der AWO-Tagespflege in der Rudolf-Breitscheid-Straße wurde ein innovativer „Laternenlader“ in Betrieb genommen. Das Gemeinschaftsprojekt der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck ermöglicht das platzsparende Laden eines elektrischen Dienstfahrzeugs direkt an einer bestehenden Straßenlaterne.

  • Was: Inbetriebnahme eines innovativen Laternenladers für E-Fahrzeuge
  • Ort: Parkplatz der AWO-Tagespflege, Rudolf-Breitscheid-Straße, Jena-Lobeda
  • Kooperationspartner: AWO Regionalverband und Stadtwerke Energie Jena-Pößneck
  • Technische Details: Ladeleistung von 3,7 Kilowatt (kW), Strombezug über die Hausanlage der AWO

Platzsparende Ladelösung für den urbanen Raum

Der neu installierte Ladepunkt zeichnet sich durch seinen ausgeprägt innovativen und platzsparenden Charakter aus. Da die ohnehin vorhandene Straßenlaterne als Halterung dient, wird im dicht besiedelten urbanen Raum von Jena-Lobeda kein zusätzlicher Platz für eine freistehende Ladesäule benötigt.

Ein weiterer entscheidender Vorteil des Modells liegt in der unkomplizierten Installation: Da der Ladepunkt direkt über die bestehende Elektroanlage des angrenzenden AWO-Gebäudes versorgt wird, waren nur minimale technische Anpassungen notwendig. Aufwendige und teure Tiefbauarbeiten zur Verlegung neuer Stromleitungen im öffentlichen Raum entfielen komplett.

Effiziente Zusammenarbeit in Jena-Lobeda

Die konkrete Zusammenarbeit zwischen der AWO und den Stadtwerken Jena-Pößneck ist exakt auf die Abläufe der Pflegeeinrichtung abgestimmt. Das Elektrofahrzeug der Tagespflege ist tagsüber für Patientenfahrten im Einsatz und steht in den Abend- und Nachtstunden für mehrere Stunden ungenutzt auf dem Parkplatz.

Mit einer Ladeleistung von 3,7 Kilowatt kann die Standzeit optimal genutzt werden, um die Batterie über Nacht vollständig und batterieschonend aufzuladen. Pünktlich zum Schichtbeginn am Morgen ist das Dienstfahrzeug wieder fahrbereit. Nach Einschätzung der Stadtwerke eignet sich diese Form des kooperativen Ladens ideal für Betriebe und Institutionen mit festen, längeren Standzeiten ihrer Fahrzeugflotten.

🚗 Verkehrs- & Alltagsfolgen: Ausbau der Ladeinfrastruktur

Für die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck stellt der Laternenlader einen weiteren Baustein in ihrer langfristigen Ladeinfrastruktur-Strategie dar. Aktuell betreibt der regionale Energiedienstleister insgesamt 287 Ladepunkte in der Region, von denen 149 speziell für Unternehmen und Institutionen bereitgestellt werden. Konzepte wie die Laternenladung könnten in Zukunft besonders in eng bebauten Wohnquartieren und Gewerbegebieten an Bedeutung gewinnen, um die Elektromobilität ohne massiven Flächenverbrauch voranzutreiben.


Quelle:

AWO lädt Elektroauto an der Straßenlaterne


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