Auszeichnung für Jenaer Forscherin: Neues Verfahren beschleunigt Bakterien-Analyse

Jena/München, 19. März 2026. Für die Entwicklung einer neuen Technologie zur schnellen Analyse von Bakterien und Resistenzen ist die Forscherin Dr. Anne-Sophie Munser ausgezeichnet worden. Sie erhielt in München den renommierten Hugo-Geiger-Preis.

  • Auszeichnung: 3. Platz des Hugo-Geiger-Preises
  • Preisträgerin: Dr. Anne-Sophie Munser (Fraunhofer IOF)
  • Innovation: Hochsensitive Streulichtmessung zur schnellen Bakterien- und Resistenzanalyse
  • Verleihung: 18. März 2026, Fraunhofer-Netzwerk-Symposium in München

Vielversprechende Perspektiven für die Infektionsforschung

Die von Dr. Anne-Sophie Munser entwickelte hochsensitive Streulichtmessung stellt einen bedeutenden technologischen Fortschritt in der medizinischen Diagnostik dar. Mit dem neuen Verfahren lassen sich Mikroorganismen, Bakterien und vor allem Antibiotikaresistenzen deutlich schneller und präziser analysieren als mit den bisher in Laboren gängigen Standardverfahren. Für diese Leistung wurde ihr im Rahmen des Fraunhofer-Netzwerk-Symposiums am Mittwoch der dritte Platz des Hugo-Geiger-Preises überreicht.

Die Technologie aus dem Jenaer Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) eröffnet der Infektionsforschung neue und weitreichende Perspektiven. Gerade im Bereich der Diagnostik ist der Faktor Zeit entscheidend, um Patienten schnellstmöglich mit den wirksamsten Medikamenten behandeln zu können.

Hintergrund: Optik-Forschung am Beutenberg und die Gefahr von Resistenzen

Das Fraunhofer IOF, an dem die prämierte Forschung stattfand, hat seinen Hauptsitz auf dem Beutenberg Campus in Jena. Dieser Standort bündelt einen Großteil der naturwissenschaftlichen und medizinischen Forschung der Lichtstadt. Innovationen im Bereich der Photonik (optische Technologien) spielen eine zunehmend zentrale Rolle bei der Lösung medizinischer Herausforderungen.

Die schnelle Analyse von Krankheitserregern ist in der modernen Medizin überlebenswichtig. Antibiotikaresistenzen gelten laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten globalen Gesundheitsbedrohungen des 21. Jahrhunderts. Herkömmliche Verfahren zur Resistenzbestimmung basieren oft auf der langwierigen Kultivierung von Erregern in Nährlösungen – ein Prozess, der Tage dauern kann. Optische Verfahren wie die Streulichtmethode können diese Zeitspanne drastisch verkürzen. Je schneller ein Erreger und seine potenziellen Resistenzen bestimmt werden, desto früher kann eine zielgerichtete und lebensrettende Antibiotika-Therapie beim Patienten beginnen. Dies verhindert nicht nur schwere Krankheitsverläufe, sondern dämmt auch die weitere Ausbreitung resistenter Keime ein.


Quelle:

Streulichtmethode ermöglicht schnellere Analyse von Bakterien und Resistenzen


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