Annette Seemann stellt Buch über Thomas Manns Töchter in der Ernst-Abbe-Bücherei vor

Jena, 16.04.2026 – Die Weimarer Autorin Annette Seemann gastiert in Jena, um ihr aktuelles Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der literarische Abend widmet sich den außergewöhnlichen Lebenswegen von Erika, Monika und Elisabeth Mann, den Töchtern des weltberühmten Schriftstellers Thomas Mann.

  • Was: Buchvorstellung und Lesung „Die Töchter des Zauberers“
  • Wer: Autorin Annette Seemann
  • Wann: Dienstag, 21. April 2026, 19:30 Uhr
  • Wo: Ernst-Abbe-Bücherei, Jena

Ein differenzierter Blick auf die Familie Mann

In ihrer umfassenden Biografie „Die Töchter des Zauberers“ beleuchtet Seemann das Leben der drei Schwestern. Während die älteste Tochter Erika, eine bekannte Schauspielerin und politische Kabarettistin, sowie die jüngste Tochter Elisabeth, eine anerkannte Meeresbiologin, bereits häufig im Fokus der Öffentlichkeit standen, wählt die Autorin einen neuen Ansatz: Sie rückt insbesondere die mittlere Tochter Monika stärker ins Zentrum der literarischen Betrachtung.

Den Besuchern wird an diesem Abend ein detailreiches Bild der Geschwister vermittelt. Das Buch verbindet dabei biografische Präzision mit einem lebendigen kulturhistorischen Panorama. Auf diese Weise entsteht nicht nur das Porträt dreier emanzipierter Frauen, sondern auch ein tiefer Einblick in die bewegte Geschichte der Intellektuellen-Familie Mann vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts.

Hintergrund: Literatur und Architektur

Die Ernst-Abbe-Bücherei (EAB) ist das städtische Zentrum für Literatur und Wissen. Nach dem Umzug in den modernen Neubau am Engelplatz bietet die Einrichtung modernste Veranstaltungstechnik und ein ansprechendes Ambiente für Lesungen. Solche Formate stärken Jenas Tradition als Literatur- und Universitätsstadt, in der bereits um 1800 die Frühromantik florierte.

Die Familie des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann (1875–1955) fasziniert Historiker und Literaturwissenschaftler weltweit bis heute. Der Autor von Werken wie „Buddenbrooks“ und „Der Zauberberg“ wurde von seinen Kindern innerhalb der Familie oft ehrfürchtig oder ironisch als „Zauberer“ bezeichnet. Das Verhältnis des Patriarchen zu seinen teils hochbegabten, teils von Tragik gezeichneten Kindern gilt als eines der spannendsten Kapitel der deutschen Literaturgeschichte.


Quelle:

Die Töchter von Thomas Mann


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