25 Jahre therapeutische Apherese: Wie am Uniklinikum Jena gereinigtes Blut Leben rettet

Jena/Lobeda, 03.03.2026. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) blickt auf ein Vierteljahrhundert Erfahrung in der Blutreinigungs-Therapie zurück. Im Februar 2001 wurde am Standort erstmals ein Patient mittels therapeutischer Apherese behandelt, um eine lebensbedrohliche Organabstoßung zu verhindern.

  • Ereignis: 25-jähriges Jubiläum der therapeutischen Apherese
  • Premiere: Februar 2001 (Behandlung einer Transplantatabstoßung)
  • Ort: Universitätsklinikum Jena, Standort Lobeda
  • Klinik-Infos: www.uniklinikum-jena.de

Ein Meilenstein in der Intensivmedizin

Die sogenannte therapeutische Apherese, oft umgangssprachlich als Blutwäsche bezeichnet, ist ein hochspezialisiertes maschinelles Verfahren, das am Universitätsklinikum Jena seit nunmehr 25 Jahren fest etabliert ist. Die Premiere fand im Februar 2001 statt: Damals wurde das Verfahren angewendet, um einen Patienten zu behandeln, dessen Körper ein transplantiertes Organ abzustoßen drohte. Durch die gezielte Reinigung des Blutes konnte die Immunreaktion gedämpft und die lebensbedrohliche Situation abgewendet werden.

Bei der Apherese wird das Blut des Patienten kontinuierlich in einen extrakorporalen (außerhalb des Körpers befindlichen) Kreislauf geleitet. Eine spezielle Maschine trennt die Blutbestandteile und entfernt gezielt krankmachende Substanzen. Dazu gehören beispielsweise aggressive Autoantikörper, schädliche Proteine oder extrem hohe und anderweitig nicht senkbare Blutfettwerte. Anschließend wird das gereinigte Blut dem Körper direkt wieder zugeführt.

Lebensrettend bei komplexen Krankheitsbildern

Dieses aufwendige Verfahren kommt immer dann zum Einsatz, wenn herkömmliche medikamentöse Therapien nicht ausreichen oder extrem schnelle Hilfe geboten ist. Typische Einsatzgebiete sind akute Schübe von Autoimmunerkrankungen, schwere neurologische Störungen, Vergiftungen oder eben akute Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. Für viele schwerstkranke Patienten in ganz Thüringen ist das UKJ als Maximalversorger die wichtigste und oft einzige Anlaufstelle für derart komplexe medizinische Interventionen.

Hintergrund: Das Universitätsklinikum in Lobeda

Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist das einzige seiner Art in Thüringen und blickt auf eine über 200-jährige medizinische Tradition zurück. Mit der Zusammenführung fast aller klinischen Disziplinen am hochmodernen Standort im Stadtteil Lobeda wurden in den vergangenen Jahren die Wege für interdisziplinäre Behandlungen drastisch verkürzt. Für hochkomplexe Notfallverfahren wie die therapeutische Apherese bietet die enge räumliche und fachliche Vernetzung von Intensivmedizin, Nephrologie und Transfusionsmedizin in Lobeda ideale Bedingungen zur schnellen Patientenversorgung. Neben der Krankenversorgung fungiert das UKJ als zentraler Motor für medizinische Forschung und Lehre im Freistaat.


Quelle:

Wenn gereinigtes Blut Leben rettet


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