Volles Haus in Isserstedt: Zeiss präsentiert Pläne für neuen Standort

Jena (29.01.2025) – Dass die Entwicklung des Weltkonzerns Carl Zeiss nicht nur für die Wirtschaft, sondern für die gesamte Stadtgesellschaft von zentraler Bedeutung ist, zeigte sich am Mittwochabend eindrucksvoll in Jena-Isserstedt. Der Andrang zur Informationsveranstaltung über den geplanten neuen Standort war riesig: Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, was das immense Interesse – und wohl auch den Gesprächsbedarf – der Anwohner unterstreicht.

Erweiterung aus dem Tal heraus

Jena, die Lichtstadt, wächst, und mit ihr ihr wichtigster industrieller Motor. Da die Flächen im traditionellen Stammwerk im Jenaer Talkessel begrenzt sind, richtet sich der Blick des Unternehmens zunehmend auf die Ortsteile und das Umland. In Isserstedt plant Zeiss eine signifikante Erweiterung. Für den Ortsteil bedeutet dies Veränderungen, weshalb das Unternehmen frühzeitig den Dialog mit der Bürgerschaft suchte. Bei der Veranstaltung wurden erste Entwürfe und Konzepte präsentiert, wie sich der neue Standort in die bestehende Infrastruktur einfügen soll.

Dialog mit den Bürgern

Wie bei Bauprojekten dieser Größenordnung üblich, stehen neben der Freude über neue Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen auch Fragen der Anwohner im Raum. Typische Themen bei solchen Erschließungen im Jenaer Umland sind:

  • Die Verkehrsanbindung und mögliche Belastungen für den Ortsteil.
  • Der Landschaftsschutz und die architektonische Gestaltung.
  • Der Zeitplan der Bauphasen.

Die hohe Teilnehmerzahl am Mittwochabend verdeutlichte, dass die Isserstedter die Entwicklung ihrer direkten Nachbarschaft aktiv begleiten wollen. Für Zeiss und die Stadt Jena ist dieser direkte Austausch essenziell, um Akzeptanz für das Großprojekt zu schaffen und Bedenken frühzeitig auszuräumen.

Bedeutung für den Wirtschaftsstandort

Die Investitionspläne von Zeiss sind ein weiteres Bekenntnis zum Standort Jena. Während andere Regionen mit Abwanderung kämpfen, investiert die Optik-Branche hier weiter massiv in die Zukunft. Das Projekt in Isserstedt könnte perspektivisch nicht nur Fertigungskapazitäten erweitern, sondern auch moderne Arbeitswelten schaffen, die den High-Tech-Anspruch der Region widerspiegeln. Der Dialog, der an diesem Abend in Isserstedt intensiv geführt wurde, ist dabei der erste Schritt eines längeren Prozesses bis zur Realisierung.