Jena (06.01.2026) – Mit dem heutigen Dreikönigstag endet für viele Haushalte in Jena und der Region traditionell die Weihnachtszeit. Während die festliche Beleuchtung in der Innenstadt und den Fenstern von Lobeda bis Zwätzen langsam verschwindet, stellt sich wie in jedem Jahr die drängende Frage: Wohin mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum? Der Kommunalservice Jena (KSJ) bereitet sich auch in diesem Jahr wieder auf die logistische Herausforderung vor, tausende von Bäumen umweltgerecht zu entsorgen.
Sammelplätze im Stadtgebiet nutzen
Anders als der normale Hausmüll gehören Weihnachtsbäume nicht in die schwarze Restmülltonne und schon gar nicht in die Landschaft des Paradiesparks oder an die Saaleufer. In Jena ist es üblich, dass die Bäume an den bekannten Wertstoffcontainer-Standplätzen abgelegt werden können. Die Stadt bittet die Bürgerinnen und Bürger auch in dieser Saison, die ausgewiesenen Sammelstellen zu nutzen, um das Stadtbild sauber zu halten und die Abholung durch die Entsorgungsfahrzeuge zu erleichtern.
Wer seinen Baum entsorgen möchte, sollte diesen gut sichtbar, aber verkehrssicher an den entsprechenden Plätzen ablegen. Wichtig ist dabei, dass keine Gehwege oder Einfahrten blockiert werden. In den dicht besiedelten Gebieten wie Winzerla oder Lobeda, wo das Aufkommen an ausgedienten Tannen besonders hoch ist, fahren die Entsorgungsbetriebe in den Wochen nach dem Jahreswechsel verstärkt Touren.
Das „Lametta-Verbot“: Bitte komplett abschmücken
Damit aus den alten Tannen und Fichten hochwertiger Kompost oder Biomasse entstehen kann, ist die Mithilfe der Jenaer Bevölkerung entscheidend. Die wichtigste Regel lautet: Der Baum muss komplett abgeschmückt sein. Rückstände von Lametta, Glaskugeln, Kerzenhaltern oder Plastikschmuck bereiten in den Verwertungsanlagen massive Probleme und können ganze Chargen an Kompost verunreinigen.
- Entfernen Sie sämtlichen Baumschmuck restlos.
- Verzichten Sie auf Plastiksäcke zur Umhüllung des Baumes am Ablageort.
- Große Bäume (über zwei Meter) sollten idealerweise einmal durchgesägt werden, um den Abtransport zu erleichtern.
Ein vollständig abgeschmückter Baum ist ein wertvoller Rohstoff. Er wird in der Regel geschreddert und kompostiert, wodurch er in den natürlichen Kreislauf zurückkehrt – beispielsweise als Dünger für die städtischen Grünanlagen im kommenden Frühjahr.
Alternativen für Gartenbesitzer
Für Bewohner in den ländlicheren Ortsteilen von Jena, die über einen eigenen Garten verfügen, gibt es natürlich auch die Möglichkeit der Eigenkompostierung. Kleingehäckselt eignet sich das Nadelholz gut zur Bodenverbesserung oder als Mulchschicht unter Hecken. Wer jedoch keine solche Möglichkeit hat, für den bleibt der Gang zum nächsten Wertstoffplatz der einfachste und umweltfreundlichste Weg.
Die Abholphase erstreckt sich erfahrungsgemäß über mehrere Wochen im Januar, sodass niemand in Hektik verfallen muss, wenn der Baum heute noch im Wohnzimmer steht. Dennoch empfiehlt es sich, die Entsorgung zeitnah in Angriff zu nehmen, solange die Sammeltouren der Stadt in hoher Taktung laufen.