Das Wichtigste in Kürze:
- Wann: Dienstag, 10. Februar 2026
- Wo: Universitätsklinikum Jena (UKJ) & Innenstadt (Ernst-Abbe-Platz)
- Wer: Gewerkschaften ver.di und GEW
- Zeitraum UKJ: 06:00 bis 22:00 Uhr
- Demo-Zug: Ab 10:00 Uhr durch die Innenstadt
- Versorgung: Notdienste am Klinikum sind abgesichert
Jena (06.02.2026) – Die Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst der Länder spitzen sich weiter zu. Für den kommenden Dienstag, den 10. Februar 2026, haben die Gewerkschaften ver.di und GEW erneut zu umfangreichen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind vor allem das Universitätsklinikum Jena sowie der Bildungsbereich, was auch spürbare Auswirkungen auf den Verkehr in der Innenstadt haben dürfte.
Klinikum: Streik von den frühen Morgenstunden bis zum Abend
Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wird die Arbeit am Dienstag für einen Großteil des Tages ruhen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten dazu aufgerufen, von 06:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr ihre Arbeit niederzulegen. Ziel dieser thüringenweiten Maßnahme ist es, den Druck auf die Tarifgemeinschaft der Länder in den laufenden Verhandlungen deutlich zu erhöhen.
Für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige ist dies eine Nachricht, die zunächst für Verunsicherung sorgen könnte. Das Klinikum und die Gewerkschaft haben jedoch, wie in solchen Fällen üblich, eine Notdienstvereinbarung getroffen. Akute Notfälle und lebensnotwendige Behandlungen werden somit auch während des Warnstreiks abgedeckt sein. Dennoch muss im regulären Klinikbetrieb, etwa bei geplanten Untersuchungen oder nicht dringlichen Eingriffen, mit Verzögerungen oder Verschiebungen gerechnet werden.
GEW ruft zur Demonstration in der Innenstadt
Parallel zum Ausstand im Gesundheitswesen formiert sich auch Protest im Bildungs- und Erziehungssektor. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat ihre Mitglieder ebenfalls zum Streik aufgerufen. Der Schwerpunkt dieser Aktion verlagert sich in das Jenaer Stadtzentrum.
Die Streikenden planen, sich ab 09:00 Uhr auf dem Ernst-Abbe-Platz – direkt am Campus der Universität – zu versammeln. Nach einer Auftaktkundgebung soll sich ab 10:00 Uhr ein Demonstrationszug in Bewegung setzen, der durch die Jenaer Innenstadt führt. Verkehrsteilnehmer sollten sich in diesem Zeitfenster auf Behinderungen einstellen. Insbesondere im Bereich des Löbdergrabens und der angrenzenden Hauptverkehrsachsen kann es durch den Demonstrationszug temporär zu Staus und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen.
Hintergrund: Druck auf die Arbeitgeber wächst
Die erneuten Streiks reihen sich in eine Welle von Arbeitskampfmaßnahmen ein, die Jena in den letzten Wochen erlebt hat – darunter auch Aktionen beim lokalen Nahverkehr. Die Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Entgelte für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder. Die Strategie der Gewerkschaften setzt darauf, durch die Bündelung der Aktionen – hier Pflegekräfte und Pädagogen am selben Tag – eine höhere Sichtbarkeit zu erreichen.
Ob diese Maßnahmen zu einem schnelleren Einlenken der Arbeitgeberseite führen, bleibt abzuwarten. Für die Bürgerinnen und Bürger Jenas bedeutet der kommende Dienstag zunächst, mehr Zeit für Wege in der Innenstadt einzuplanen und sich bei Terminen im Klinikum auf Wartezeiten einzustellen.
Wir halten Sie über die weitere Entwicklung der Tarifkonflikte und mögliche Auswirkungen auf den Alltag in Jena auf dem Laufenden.
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