Warnstreiks in Jena weiten sich aus: UKJ und Hochschulen am Montag im Ausstand

Kurz & Knapp: Der Streik am Montag

  • Datum: Montag, 2. Februar 2026
  • Uhrzeit: 06:00 bis 22:00 Uhr
  • Betroffene Einrichtungen: Universitätsklinikum Jena (UKJ), Friedrich-Schiller-Universität (FSU), Ernst-Abbe-Hochschule (EAH), Studierendenwerk Thüringen
  • Versorgung: Notdienstvereinbarung am UKJ ist in Kraft.
  • Organisator: Gewerkschaft ver.di

Jena (30.01.2026). Die Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst der Länder erreichen in der kommenden Woche einen neuen Höhepunkt in der Saalestadt. Wie die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di angekündigt hat, wird der Arbeitskampf am kommenden Montag massiv ausgeweitet. Nicht nur das medizinische Personal am Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist zum Warnstreik aufgerufen, sondern auch Beschäftigte der akademischen Bildungseinrichtungen der Stadt.

Dritte Streikwelle trifft Klinikum und Campus

Es handelt sich bereits um den dritten Warnstreik in der laufenden Tarifrunde, doch die Dimension am Montag, den 2. Februar 2026, ist spürbar größer als bei den vorangegangenen Aktionen. Im Zeitraum von 6:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr abends sollen die Arbeit niedergelegt werden. Neben dem Universitätsklinikum Jena, das als Maximalversorger eine zentrale Rolle in der Gesundheitsinfrastruktur Thüringens spielt, rücken diesmal auch die Bildungsstätten in den Fokus.

Ver.di hat explizit auch die Angestellten der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH) sowie des Studierendenwerks Thüringen zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Dies bedeutet, dass neben dem Klinikbetrieb auch der Verwaltungsapparat der Hochschulen sowie Serviceleistungen für Studierende, wie etwa der Betrieb von Mensen oder Beratungsstellen, am Montag nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung stehen könnten.

Sicherheit für Patienten: Die Notdienstvereinbarung

Bei Arbeitskampfmaßnahmen im Gesundheitswesen ist die Sorge um die Patientenversorgung stets groß. Hierzu gibt es jedoch klare Regelungen. Wie bereits bei den vorangegangenen Warnstreiks gilt auch für den kommenden Montag eine im Vorfeld verhandelte Notdienstvereinbarung. Diese stellt sicher, dass alle lebensnotwendigen Behandlungen und die Versorgung von Notfällen gewährleistet bleiben. Akute Operationen und die Betreuung auf Intensivstationen sind von den Streikmaßnahmen in der Regel ausgenommen.

Dennoch müssen sich Patienten auf Einschränkungen einstellen. Bei Warnstreiks dieser Art ist es üblich, dass planbare, nicht dringliche Eingriffe oder Routineuntersuchungen verschoben werden müssen, um das Personal für die Notversorgung zu bündeln. Betroffene Patienten werden in solchen Fällen üblicherweise direkt vom Klinikum kontaktiert.

Hintergrund: Warum wird gestreikt?

Der Arbeitskampf ist Teil der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bundesländer. Die Gewerkschaften fordern Verbesserungen bei den Entgelten, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten abzufedern und die Attraktivität der Berufe im öffentlichen Dienst zu sichern. Gerade in Universitätsstädten wie Jena, in denen das Klinikum und die Hochschulen zu den größten Arbeitgebern zählen, ist die Mobilisierungskraft der Gewerkschaften traditionell hoch.

Für die Bürgerinnen und Bürger Jenas bedeutet der Montag einen Wochenstart mit potenziellen Hürden. Wer Termine am Klinikum hat, sollte diese wahrnehmen, sofern keine Absage erfolgt ist, aber etwas mehr Zeit einplanen. Studierende sollten sich darauf einstellen, dass Serviceeinrichtungen wie Cafeterien geschlossen bleiben könnten und sich entsprechend selbst versorgen.

Ob und wann eine Einigung am Verhandlungstisch erzielt wird, bleibt abzuwarten. Sollten die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorlegen, sind weitere und möglicherweise längere Arbeitsniederlegungen in den kommenden Wochen nicht ausgeschlossen.

Bleiben Sie informiert und planen Sie Ihren Montag entsprechend.


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