Warnstreik angekündigt: Stillstand bei Bus und Bahn in Jena und Saale-Holzland

  • Totalausfall droht: Kein regulärer Betrieb bei Straßenbahnen und Bussen in Jena.
  • Region betroffen: Auch der Saale-Holzland-Kreis (JES) ist in den Arbeitskampf involviert.
  • Handlungsempfehlung: Pendler sollten dringend auf Alternativen wie S-Bahn oder Fahrgemeinschaften ausweichen.

Jena (30.01.2026) – Pendler und Schüler in Jena sowie dem umliegenden Saale-Holzland-Kreis müssen sich auf erhebliche Geduldsproben einstellen. Wie die Stadtwerke Jena mitteilen, wurde ein Warnstreik angekündigt, der den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Region weitestgehend lahmlegen wird. Ein regulärer Fahrplanbetrieb ist laut den Verkehrsbetrieben nicht mehr zu gewährleisten.

Ausstand trifft das gesamte Netz

Der Aufruf zum Arbeitskampf trifft die Stadt an einer empfindlichen Stelle. Betroffen sind nach aktuellen Informationen sämtliche Linien des Jenaer Nahverkehrs. Das bedeutet, dass die Straßenbahnlinien 1 bis 5, die als Hauptschlagadern durch das Saaletal führen und große Wohngebiete wie Lobeda und Winzerla mit dem Stadtzentrum verbinden, voraussichtlich in den Depots bleiben. Auch der städtische Busverkehr wird massiv eingeschränkt sein.

Doch nicht nur das Stadtgebiet ist betroffen: Die Auswirkungen erstrecken sich bis tief in den Saale-Holzland-Kreis. Auch bei der JES Verkehrsgesellschaft, die das Umland bedient, ist mit massiven Fahrtausfällen zu rechnen. Für viele Berufspendler, die aus dem Umland nach Jena zur Arbeit kommen, bricht damit die primäre Mobilitätskette weg. Die Ankündigung „Kein regulärer Bus- und Straßenbahnbetrieb“ lässt wenig Spielraum für Hoffnungen auf einen Notfahrplan.

Hintergründe und Verkehrslage

Warnstreiks sind im öffentlichen Dienst und im Nahverkehr ein gängiges Mittel der Gewerkschaften (meist ver.di), um in laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Da Jena aufgrund seiner Topografie im Saaletal verkehrstechnisch schnell an seine Grenzen stößt, ist an Streiktagen mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf den Straßen zu rechnen. Wenn Tausende, die sonst die Bahn nutzen, auf das eigene Auto umsteigen, sind Staus auf der B88 und der Stadtrodaer Straße fast unvermeidlich.

Schulen und Arbeitgeber zeigen sich an solchen Tagen oft kulant, dennoch liegt die Verantwortung, pünktlich zu erscheinen, grundsätzlich beim Arbeitnehmer. Eltern sollten sich frühzeitig informieren, wie ihre Kinder zur Schule kommen, da auch der Schülerverkehr von den Ausfällen bei der JES und dem Jenaer Nahverkehr betroffen ist.

Alternativen und Informationen

Reisende sollten prüfen, ob sie auf den Schienenverkehr der Deutschen Bahn oder der Abellio Rail Mitteldeutschland ausweichen können. Soweit diese nicht ebenfalls bestreikt werden, verkehren die Züge auf der Saalbahn und der Holzlandbahn regulär und bieten zumindest zwischen den größeren Bahnhöfen (Jena-Göschwitz, Jena West, Jena Paradies) eine verlässliche Option.

Die Stadtwerke Jena und die JES Verkehrsgesellschaft bitten ihre Fahrgäste, sich fortlaufend über die digitalen Kanäle, die Websites der Verkehrsverbünde oder entsprechende Apps zu informieren. Oftmals werden kurzfristige Updates zur Wiederaufnahme des Betriebs dort zuerst veröffentlicht.

Es wird empfohlen, für den Weg zur Arbeit oder Ausbildung deutlich mehr Zeit einzuplanen und, wenn möglich, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf das Home-Office auszuweichen.


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