Warnstreik in Jena: Busse und Bahnen stehen am Montag still

Das Wichtigste in Kürze

  • Zeitraum: Montag, 02. Februar (03:00 Uhr) bis Dienstag, 03. Februar (03:00 Uhr).
  • Betroffen: Jenaer Nahverkehr und JES Verkehrsgesellschaft.
  • Jena: Totalausfall aller Straßenbahnen und Busse.
  • Umland: Eingeschränkter Notfahrplan im Saale-Holzland-Kreis.

Jena. Pendler und Schüler in Jena und dem Saale-Holzland-Kreis müssen sich zum Wochenstart auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat für den kommenden Montag, den 2. Februar 2026, zu einem umfassenden Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind sämtliche Verbindungen des Jenaer Nahverkehrs sowie der JES Verkehrsgesellschaft.

Totaler Stillstand im Stadtgebiet erwartet

Die Auswirkungen der Arbeitsniederlegungen werden im Stadtgebiet von Jena am deutlichsten zu spüren sein. Wie die Stadtwerke Jena mitteilten, ist ab Montagfrüh um 3 Uhr für genau 24 Stunden kein regulärer Linienbetrieb möglich. Das bedeutet im Klartext: Es werden keine Straßenbahnen und keine Stadtbusse verkehren. Auch der für viele Eltern relevante Schülerverkehr entfällt an diesem Tag komplett.

Eine kleine Ausnahme bildet das Angebot der Anruf-Sammel-Taxen (AST). Diese sollen laut aktuellen Informationen, soweit in den Fahrplantabellen ausgewiesen, weiterhin angeboten werden. Fahrgäste sollten sich jedoch darauf einstellen, dass die Kapazitäten hier begrenzt sind. Auch das Kundencenter der Stadtwerke Jena bleibt am Streiktag geschlossen; Beratung und Ticketverkauf vor Ort finden nicht statt.

Situation im Saale-Holzland-Kreis und Notfahrpläne

Während in der Lichtstadt der Verkehr weitgehend zum Erliegen kommt, gibt es für den Saale-Holzland-Kreis zumindest einen Hoffnungsschimmer in Form eines Notfahrplans. Die JES Verkehrsgesellschaft ist bemüht, auf ausgewählten Linien ein rudimentäres Angebot aufrechtzuerhalten, um wichtige Verbindungen im ländlichen Raum nicht vollständig abreißen zu lassen.

Folgende Linien sollen nach aktuellem Stand (Änderungen vorbehalten) zumindest eingeschränkt bedient werden:

  • Linien 401, 402, 410
  • Linie 441, 450, 460, 470
  • Linien 481, 482, 484

Reisende im Umland werden dringend gebeten, sich vor Fahrtantritt über die digitalen Kanäle oder die Website der Verkehrsunternehmen zu informieren, ob ihre spezifische Verbindung tatsächlich stattfindet.

Hintergründe und Alternativen für Pendler

Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr sind ein klassisches Mittel in Tarifauseinandersetzungen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Für die Fahrgäste bedeutet dies jedoch oft organisatorischen Stress, insbesondere an einem Montag. Da auch der Schülerverkehr betroffen ist, sind Eltern gefordert, alternative Beförderungsmöglichkeiten oder Fahrgemeinschaften zu organisieren.

Was können Sie tun?

  • Homeoffice: Wer die Möglichkeit hat, sollte am Montag von zu Hause aus arbeiten, um das erhöhte Verkehrsaufkommen auf den Straßen zu meiden.
  • Fahrgemeinschaften: Nutzen Sie Apps oder lokale Gruppen, um sich mit Kollegen oder Nachbarn abzustimmen. Der Individualverkehr wird voraussichtlich stark zunehmen.
  • Bahnverkehr: Der Schienenpersonennahverkehr (z.B. Deutsche Bahn, Abellio) ist von diesem spezifischen Warnstreik der lokalen Verkehrsbetriebe in der Regel nicht direkt betroffen, sofern keine solidarischen Aktionen stattfinden. Die Anreise zum Bahnhof muss jedoch eigenständig organisiert werden.
  • Zu Fuß oder Rad: Angesichts des erwähnten Jenaer Winters ist hierbei auf wetterfeste Kleidung und Vorsicht bei möglicher Glätte zu achten.

Die Verkehrsunternehmen sind bemüht, den Online-Routenplaner so aktuell wie möglich zu halten, weisen jedoch darauf hin, dass die dynamische Lage Vorhersagen erschwert. Ab Dienstag, dem 3. Februar, 3 Uhr morgens, soll der Betrieb wieder regulär anlaufen.

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