- 📍 Tatort: Stadtgebiet Jena (Wahlkreisbüro)
- 🕒 Zeitfenster: Entdeckung am Montag (12.01.2026)
- 📞 Zeugen gesucht: Hinweise an die LPI Jena unter 03641-810
Jena (13.01.2026) – Erneut ist in Jena eine politische Einrichtung Ziel von Vandalismus geworden. Wie am gestrigen Montag bekannt wurde, haben bislang unbekannte Täter die Fassade eines Wahlkreisbüros im Stadtgebiet beschmiert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Der Vorfall im Detail
Nach aktuellen Informationen wurde der Schaden am Montagvormittag, dem 12. Januar, festgestellt. Die Täter nutzten offenbar die Dunkelheit oder einen unbeobachteten Moment, um Farbe an der Außenfassade beziehungsweise den Fensterscheiben des Büros anzubringen. Genaue Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch nicht vor, jedoch ist die Beseitigung solcher Schmierereien oft mit erheblichem finanziellem Aufwand für die Betroffenen verbunden. Spezialisierte Reinigungsfirmen müssen häufig beauftragt werden, um die Substanz der Gebäudehülle nicht dauerhaft zu schädigen.
Die Polizei in Jena war vor Ort, um Spuren zu sichern und den Tathergang zu dokumentieren. Es wird nun geprüft, ob die Tat politisch motiviert war oder ob es sich um blinde Zerstörungswut handelte. In der Universitätsstadt kam es in der Vergangenheit leider immer wieder zu ähnlichen Vorfällen, die Büros verschiedener politischer Couleur betrafen.
Hintergründe: Sachbeschädigung ist kein Kavaliersdelikt
Unabhängig von der politischen Ausrichtung des betroffenen Büros stellt eine solche Tat eine Straftat dar. Gemäß § 303 des Strafgesetzbuches (StGB) wird rechtswidrige Sachbeschädigung mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet. Sollte zudem der Tatbestand der „Gemeinschädlichen Sachbeschädigung“ erfüllt sein oder verfassungsfeindliche Symbole verwendet worden sein, kann das Strafmaß noch empfindlicher ausfallen.
Darüber hinaus sind solche Angriffe auch immer ein Angriff auf die politische Kultur in der Stadt. Wahlkreisbüros dienen als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, um mit Mandatsträgern ins Gespräch zu kommen. Angriffe auf diese Infrastruktur werden von Sicherheitsbehörden daher oft auch unter dem Aspekt der Gefährdung des demokratischen Diskurses betrachtet.
Zeugenaufruf der Polizei Jena
Um die Täter zu ermitteln, ist die Landespolizeiinspektion (LPI) Jena auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Die Ermittler fragen:
- Haben Sie im Zeitraum von Sonntagabend bis Montagvormittag verdächtige Personen im Umfeld von politischen Büros in Jena beobachtet?
- Sind Ihnen Fahrzeuge aufgefallen, die ungewöhnlich geparkt waren oder sich schnell vom Ort entfernten?
- Gibt es Videoaufnahmen (z.B. von Dashcams oder privaten Überwachungskameras), die relevante Beobachtungen zeigen könnten?
Bürgerinnen und Bürger, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich zeitnah mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Die Dienststelle ist unter der Telefonnummer 03641 810 erreichbar. Alternativ kann auch jede andere Polizeidienststelle kontaktiert werden.
Wir halten Sie über den Fortgang der Ermittlungen auf dem Laufenden.
Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung aufbereitet.