Akustisches Monitoring: Jenaer Forscher belegen Bedeutung von Waldtypen für die Vogelwelt

Jena, 19. März 2026. Forscher aus Jena haben mit einer neuen akustischen Methode die heimische Vogelwelt untersucht. Das Ergebnis zeigt: Die Vielfalt der Vogelgemeinschaften rund um die Saalestadt wird ganzjährig maßgeblich durch verschiedene Waldtypen geprägt.

  • Forschungsprojekt: Ganzjährige Beobachtung regionaler Vogelgemeinschaften.
  • Methode: Einsatz von „AudioMoth“-Tonaufnahmegeräten an Bäumen.
  • Zentrale Erkenntnis: Verschiedene Waldtypen erhöhen die Artenvielfalt signifikant.
  • Ort: Waldgebiete rund um Jena.

Vom Frühjahrs-Schnappschuss zum Ganzjahres-Monitoring

Bislang verließen sich Ornithologen bei der Erfassung von Vogelbeständen meist auf bewährte, aber zeitlich eingeschränkte Methoden: In den frühen Morgenstunden des Frühjahrs zogen Experten los, um die Tiere anhand ihres Gesangs und durch Sichtungen zu dokumentieren. Wie die Forscherin Esther F. und ihr Team betonen, liefert dieses Vorgehen jedoch primär einen begrenzten Einblick in die Zeit der Brutpflege.

Um ein vollständiges Bild zu erhalten, setzten die Jenaer Wissenschaftler nun auf moderne Technik. Sogenannte „AudioMoth“-Rekorder wurden an Bäumen, beispielsweise an Buchen, installiert. Diese kompakten Tonaufnahmegeräte zeichnen die akustische Aktivität im Wald über das gesamte Jahr hinweg auf. Dadurch lässt sich präzise nachvollziehen, wie sich die Vogelgemeinschaften im Jahresverlauf verändern und anpassen.

Vielfältige Wälder sichern die Artenvielfalt

Die Auswertung der akustischen Daten lieferte eine klare Bestätigung für die Bedeutung strukturreicher Lebensräume: Je unterschiedlicher die Waldtypen in einer Region sind, desto mehr verschiedene Vogelarten lassen sich dort nieder. Die ganzjährige Prägung der Vogelwelt durch ihren spezifischen Lebensraum unterstreicht, wie essenziell der Erhalt gemischter und naturnaher Waldgebiete ist.

Hintergrund: Die Wälder rund um Jena

Die Landschaft rund um die Saalestadt bietet mit ihren markanten Muschelkalkhängen, wie den Kernbergen oder dem Jenzig, ideale Bedingungen für vielfältige Waldtypen. Von lichten, trockenen Kiefernbeständen auf den sonnigen Kuppen bis hin zu schattigen, feuchteren Buchenwäldern in den Tälern – diese landschaftliche Diversität macht Jena zu einem Hotspot für regionale Biodiversitätsforschung. Naturschutzexperten betonen regelmäßig, dass Mischwälder deutlich resistenter gegen klimatische Veränderungen sind und den verlässlichsten Rückzugsraum für die heimische Fauna bieten.


Quelle:

Neue Methode der Zählung: Vogelgemeinschaft ganzjährig durch Waldtypen geprägt


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