Versammlungsgeschehen am Samstag: 700 Teilnehmer und Pyrotechnik in der Jenaer Innenstadt

Kurz & Knapp: Das Wichtigste im Überblick

  • Datum & Ort: Samstag, 07.02.2026, Jena (Start: Holzmarkt).
  • Anlass: Politische Versammlung unter dem Motto „Von Jena bis Budapest…“.
  • Teilnehmerzahl: In der Spitze ca. 700 Personen.
  • Polizeibilanz: 4 Straftaten (u.a. Widerstand), mehrere Ordnungswidrigkeiten, Zünden von Pyrotechnik.

Jena (08.02.2026) – Ein größeres Aufgebot der Polizei prägte am gestrigen Samstag das Stadtbild im Jenaer Zentrum. Hintergrund war eine angemeldete Versammlung, die am Holzmarkt ihren Anfang nahm und hunderte Teilnehmer mobilisierte. Die Landespolizeiinspektion (LPI) Jena zieht am Tag danach eine erste Bilanz zum Einsatzgeschehen.

Demonstration zieht vom Holzmarkt durch die Stadt

Am Nachmittag des 7. Februar versammelten sich zahlreiche Menschen auf dem Holzmarkt, einem der zentralen Verkehrsknotenpunkte und Versammlungsorte der Saalestadt. Laut Angaben der Polizei schlossen sich dem Aufzug in der Spitze rund 700 Teilnehmer an. Thematisch bewegte sich der Protest im linken politischen Spektrum. Das vom Anmelder ausgegebene Motto lautete: „Von Jena bis Budapest: Grenzenlose Solidarität gegen Rechten Terror und autoritären Kapitalismus – Freiheit für Maja“.

Der Aufzug bewegte sich über die im Vorfeld mit der Versammlungsbehörde abgestimmte Route durch das Stadtgebiet. Für Passanten und den öffentlichen Nahverkehr kam es während des Marsches temporär zu den üblichen Einschränkungen, die ein Aufzug dieser Größenordnung in der engen Innenstadt von Jena mit sich bringt.

Einsatzziele und Unterstützungskräfte

Die Strategie der Jenaer Polizei lag nach eigenen Angaben primär auf der Gewährleistung des Grundrechts der Versammlungsfreiheit. Gleichzeitig galt es, die versammlungsrechtlichen Auflagen konsequent durchzusetzen, um die Sicherheit aller Beteiligten und Unbeteiligten zu garantieren. Um diese Aufgaben zu bewältigen, erhielt die lokale Inspektion personelle Unterstützung aus mehreren anderen Thüringer Polizeibehörden.

Pyrotechnik und vereinzelte Straftaten

Obwohl der Großteil der Versammlung ohne massive Zwischenfälle verlief, blieb der Einsatz nicht gänzlich störungsfrei. Die Polizei dokumentierte insbesondere das Zünden von Pyrotechnik innerhalb des Aufzuges – ein Verhalten, das bei Versammlungen aufgrund der hohen Verletzungsgefahr und der Unberechenbarkeit in Menschenmengen streng untersagt ist und regelmäßig zu Konflikten führt.

In der Abschlussbilanz verzeichneten die Beamten insgesamt vier Straftaten im Kontext des Versammlungsgeschehens. Unter anderem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Darüber hinaus mussten mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgenommen werden, die sich voraussichtlich auf Verstöße gegen die Versammlungsauflagen beziehen.

Fazit und Einordnung

Jena ist als politisch aktive Stadt bekannt, in der regelmäßig Demonstrationen verschiedenster Couleur stattfinden. Ein Aufzug mit 700 Teilnehmern gehört dabei zu den mittelgroßen Ereignissen im Jahreskalender der Stadt. Dass es bei einer solchen Menge an Menschen zu vereinzelten Reibereien kommt, ist aus polizeilicher Sicht oft nicht gänzlich zu vermeiden. Die Bilanz von vier Straftaten bei 700 Teilnehmern deutet jedoch darauf hin, dass die Lage trotz der emotionalen Thematik größtenteils kontrollierbar blieb.

Die Polizei hat ihre Präsenz nach Beendigung der Versammlung wieder auf das normale Maß zurückgefahren. Weitere Ermittlungen zu den festgestellten Delikten laufen.


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