Jena, 07.04.2026. Zwei großformatige Ölgemälde, die das historische Jena der 1970er Jahre zeigen, stehen im Fokus einer neuen Kulturveranstaltung. Nach langer Zeit im Verborgenen sollen die Werke des Dresdner Malers Günter Tiedeken nun wieder in das öffentliche Gedächtnis gerückt werden.
- Was: Podiumsdiskussion zur Reihe „DEPOTKUNST ans LICHT“
- Wann: Donnerstag, 23. April 2026, um 18:00 Uhr
- Wo: StadtLab Jena, Markt, Jena
- Thema: Entstehung und Erhalt der Stadt-Gemälde von Günter Tiedeken (1970/71)
Zwei Perspektiven auf die Lichtstadt
Die beiden großformatigen Ölbilder entstanden in den Jahren 1970 und 1971 und zeigen das damalige Stadtzentrum sowie die weitläufige Saaleaue aus besonderen Blickwinkeln. Lange Zeit waren die Kunstwerke für die Öffentlichkeit kaum zugänglich und fristeten ein Dasein in den Archiven. Heute befinden sich die beiden Bilder physisch getrennt voneinander: Ein Werk ist Teil der Kunstsammlung der Stadt Jena, das andere gehört zum Bestand der Friedrich-Schiller-Universität.
Kunstgeschichte im StadtLab
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „DEPOTKUNST ans LICHT“ sollen die Arbeiten von Günter Tiedeken nun wieder eine Bühne bekommen. Bei der Podiumsdiskussion im StadtLab am Markt wird es unter anderem um die Entstehungsgeschichte der Bilder, ihre unerwartete Wiederentdeckung und die Herausforderungen bei ihrem Erhalt in der Umbruchszeit um 1990 gehen. Die Veranstalter laden alle Kunst- und Stadtinteressierten ein, dieses Stück kulturelles Erbe gemeinsam zurück in das Bewusstsein der Stadt zu holen. Ein wichtiges Detail für Besucher: Die empfindlichen Original-Gemälde werden aus konservatorischen und logistischen Gründen ihren aktuellen Standort für diesen Abend nicht verlassen.
Hintergrund: Jena in den 1970er Jahren
Die frühen 1970er Jahre markieren eine entscheidende Phase in der architektonischen und städtebaulichen Entwicklung Jenas. In genau jener Zeit, in der Tiedeken seine Ölgemälde anfertigte, veränderte sich das Gesicht der Stadt massiv: Der Grundstein für die Großwohnsiedlung in Neulobeda war gelegt, und das markante Forschungshochhaus – der heutige Jentower – wurde im Zentrum errichtet. Künstlerische Zeitzeugnisse wie die Bilder von Tiedeken haben daher nicht nur einen rein ästhetischen Wert, sondern dienen auch als wichtige historische Dokumente der Stadtgeschichte. Die Magazine der Universität und der Stadtverwaltung hüten zahlreiche solcher Schätze, die durch Formate wie „DEPOTKUNST ans LICHT“ schrittweise wieder für die Bevölkerung erlebbar gemacht werden.
Quelle:
Verborgene Jena-Gemälde kommen ans Licht
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