Jena, 09. März 2026. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) und die Techniker Krankenkasse (TK) haben einen bundesweit beachteten Qualitätsvertrag geschlossen. Ziel ist es, die oft lebensbedrohliche Mangelernährung bei Krebspatienten in Thüringen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
- Was: Neuer Qualitätsvertrag für bessere Ernährungstherapie bei Krebs
- Wer: Universitätsklinikum Jena und Techniker Krankenkasse (TK)
- Hintergrund: Etwa 20 Prozent der Krebspatienten versterben an den Folgen einer Mangelernährung, nicht am Tumor selbst.
- Ort: Universitätsklinikum Jena, Lobeda
Kampf gegen die Mangelernährung
Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin zeigen ein alarmierendes Bild: Ein Fünftel aller Krebspatienten stirbt nicht an den direkten Folgen der Krebserkrankung, sondern weil der Körper nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Um dieser Entwicklung in Thüringen effektiv entgegenzuwirken, setzen das Jenaer Uniklinikum und die TK nun verstärkt auf eine strukturierte Ernährungstherapie. Durch den neuen Qualitätsvertrag sollen Patienten künftig engmaschiger betreut und individuell auf ihre körperlichen Bedürfnisse abgestimmte Ernährungspläne erhalten.
Während einer intensiven Krebstherapie verbraucht der menschliche Körper besonders viel Energie, um die Behandlungen zu verarbeiten. Gleichzeitig führen Begleiterscheinungen wie starke Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Geschmacksveränderungen häufig dazu, dass Betroffene viel zu wenig essen. Die neue Kooperation soll sicherstellen, dass dieser kritische Gewichtsverlust künftig noch rechtzeitiger gestoppt wird und die Patienten nicht in eine gefährliche Abwärtsspirale geraten.
Hintergrund: Das Universitätsklinikum in Lobeda
Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) im Stadtteil Lobeda ist das einzige Universitätsklinikum in Thüringen und ein zentraler Anlaufpunkt für schwerstkranke Patienten aus der gesamten Region. Lobeda selbst, in den 1960er und 70er Jahren ursprünglich als reine Großwohnsiedlung (Neubaublock-Architektur) erbaut, hat sich durch den stetigen Ausbau des Klinikums in den vergangenen Jahrzehnten zu einem hochmodernen Medizin- und Wissenschaftsstandort entwickelt, der zehntausende Pendler und Fachkräfte anzieht.
Prävention und ärztlicher Rat: Medizinische Experten raten Krebspatienten und ihren Angehörigen dringend, das Thema Ernährung von Beginn an in die Behandlungsplanung einzubeziehen. Kleine, aber sehr kalorien- und proteinreiche Mahlzeiten, spezielle medizinische Trinknahrung und eine frühzeitige professionelle Ernährungsberatung können helfen, die physischen Kräfte für kräftezehrende Therapien wie Chemotherapie oder Bestrahlung aufrechtzuerhalten.
Quelle:
Krebs: Wie die Klinik Jena und die Krankenkasse die Behandlung in Thüringen verbessern wollen
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