Das Wichtigste in Kürze
- Ziel: Titel «Exzellenzuniversität» für die FSU Jena
- Zeitplan: Expertenbesuch im Sommer, Entscheidung im Oktober 2026
- Investition: Über 80 Millionen Euro für Bauprojekte eingeplant
- Förderung: Land Thüringen gibt 4,43 Mio. Euro für Nachwuchsforscher bis 2028
Jena (10.02.2026) – Die Spannung in den Fluren der Friedrich-Schiller-Universität steigt. Das Jahr 2026 könnte als eines der bedeutendsten in die Geschichte der Jenaer Hochschule eingehen. Der Grund ist ein ehrgeiziges Ziel: Die Ernennung zur «Exzellenzuniversität». Nachdem sich die Uni bereits mit zwei Forschungsclustern erfolgreich positionieren konnte, geht es nun in die heiße Phase für den Gesamttitel. Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) bekräftigte bei seinem jüngsten Besuch die volle Unterstützung des Landes.
Der Weg in die «Champions League» der Forschung
Der Titel «Exzellenzuniversität» ist mehr als nur eine prestigeträchtige Plakette am Eingang. Er ist verbunden mit dauerhafter finanzieller Förderung durch Bund und Länder und steigert die Attraktivität des Standortes Jena im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe enorm. Um überhaupt im Rennen zu bleiben, musste die Universität zunächst sogenannte Exzellenzcluster vorweisen – international herausragende Forschungsverbünde.
Dies ist gelungen: Mit den Clustern «Balance of the Microverse» (Mikrobiologie) und dem neuen Projekt «Imaginamics» (Erforschung sozialer Vorstellungen) hat Jena zwei starke Eisen im Feuer. Diese fachliche Basis ist die Eintrittskarte für die nächste Runde.
Baukräne für die Wissenschaft
Wer durch Jena läuft, sieht, dass diese Ambitionen auch das Stadtbild verändern. Exzellente Forschung braucht exzellente Räume. Noch in diesem Jahr plant die Universität die Inbetriebnahme eines Forschungsneubaus für das Cluster «Balance of the Microverse». Die Kosten für dieses hochmoderne Laborgebäude belaufen sich auf rund 56 Millionen Euro.
Aber auch für das zweite Cluster, «Imaginamics», werden Pläne geschmiedet. Ein bestehendes Universitätsgebäude soll für knapp 25 Millionen Euro zu einem Zentrum umgebaut werden. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits im Dezember eingereicht. Sollte dieser bewilligt werden, teilen sich Bund und Land die Kosten – eine gängige Praxis bei Vorhaben dieser Größenordnung, die den Wissenschaftsstandort Thüringen langfristig sichern sollen.
Landesregierung sagt Unterstützung zu
Wissenschaftsminister Christian Tischner betonte in Jena die strategische Bedeutung des Vorhabens. Es gehe darum, Thüringen «einen festen Platz auf der Landkarte exzellenter Forschungsstandorte» zu sichern. Das Land lässt sich dieses Bekenntnis auch etwas kosten: Bis zum Jahr 2028 stellt der Freistaat insgesamt 4,43 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Diese Gelder sind spezifisch für die Nachwuchsförderung in den Forschungsverbünden vorgesehen – eine Investition in die nächste Generation von Wissenschaftlern, die oft der Motor für Innovationen sind.
Der Fahrplan bis zur Entscheidung
Wie geht es nun weiter? Die Papierarbeit ist weitgehend erledigt, nun folgt die Prüfung vor Ort. Im Sommer 2026 wird eine Delegation eines internationalen Expertenteams in der Saalestadt erwartet. Sie werden prüfen, ob die Realität den Hochglanzbroschüren standhält. Es wird geprüft, wie die Forschungsbedingungen konkret aussehen, wie die Vernetzung funktioniert und ob das Potenzial für die Weltspitze tatsächlich vorhanden ist.
Die finale Entscheidung fällt dann im Oktober 2026. Sollte Jena den Zuschlag erhalten, wäre dies nicht nur ein Triumph für die Universität, sondern für die gesamte Stadt, die damit ihren Ruf als «Lichtstadt» und Zentrum für Wissenschaft und Optik weiter festigen würde.
Wir drücken der FSU die Daumen für den Endspurt in diesem wissenschaftlichen Marathon.
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