- Ziel: Titel als „Exzellenzuniversität“ ab 2027.
- Voraussetzung: Zwei geförderte Forschungscluster („Microverse“ & „Imaginamics“).
- Zeitplan: Besuch der Expertenjury im Sommer, Entscheidung im Oktober 2026.
- Investitionen: Neubau für ca. 56 Mio. Euro (Microverse) und Umbau für ca. 25 Mio. Euro geplant.
Jena (09.02.2026) – Es ist ein ambitioniertes Ziel, das die Wissenschaftslandschaft in Thüringen nachhaltig verändern könnte: Die Friedrich-Schiller-Universität Jena will in die absolute Spitzenklasse der deutschen Hochschulen aufsteigen. Wie das Thüringer Wissenschaftsministerium bestätigt, läuft der Motor für die Bewerbung zur „Exzellenzuniversität“ auf Hochtouren. Nachdem zu Jahresbeginn bereits zwei wichtige Forschungsverbünde den Zuschlag als Exzellenzcluster erhalten haben, richtet sich der Blick nun auf den kommenden Sommer und Herbst.
Zwei Cluster als Eintrittskarte
Der Weg zur Exzellenzuniversität ist steinig und an harte Bedingungen geknüpft. Die wichtigste Hürde hat Jena jedoch bereits genommen: Eine Universität muss über mindestens zwei geförderte Exzellenzcluster verfügen, um überhaupt im Rennen um den Gesamttitel antreten zu dürfen.
Hier kann Jena punkten. Gefördert werden:
- Balance of the Microverse: Ein Cluster, das sich der Erforschung von Mikroorganismen widmet. Hier geht es um kleinste Lebewesen, die großen Einfluss auf unsere Umwelt und Gesundheit haben.
- Imaginamics: Ein geisteswissenschaftliches Cluster, das sich mit der Erforschung sozialer Vorstellungen und deren Dynamiken beschäftigt.
Diese beiden Leuchttürme der Forschung bilden das Fundament, auf dem die Gesamtbewerbung der Universität ruht. Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) betonte bei seinem Besuch in der Saalestadt, dass es darum gehe, Thüringen „einen festen Platz auf der Landkarte exzellenter Forschungsstandorte“ zu sichern. Das Land unterstützt dieses Vorhaben bis 2028 mit rund 4,43 Millionen Euro allein für die Nachwuchsförderung.
Bauprojekte prägen das Stadtbild
Exzellenz braucht Raum. Wer durch Jena läuft, wird die Veränderungen bald auch physisch wahrnehmen können. Noch in diesem Jahr soll laut Ministerium ein bedeutender Meilenstein erreicht werden: Der Forschungsneubau für das Cluster „Balance of the Microverse“ soll in Betrieb gehen. Die Kosten für dieses hochmoderne Laborgebäude belaufen sich auf rund 56 Millionen Euro.
Doch damit nicht genug. Auch für das zweite Cluster, „Imaginamics“, werden Pläne geschmiedet. Ein bestehendes Universitätsgebäude soll für knapp 25 Millionen Euro zu einem Zentrum für die Erforschung sozialer Vorstellungen umgebaut werden. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits im Dezember gestellt. Sollte dieser bewilligt werden, teilen sich Bund und Land die Kosten für die Sanierung – ein übliches Verfahren bei Bauten von überregionaler wissenschaftlicher Bedeutung.
Entscheidung fällt im Herbst
Die Spannung an der Friedrich-Schiller-Universität wird in den kommenden Monaten steigen. Im Sommer 2026 wird eine internationale Expertenkommission in Jena erwartet. Dieser Besuch gilt als „TÜV-Prüfung“ für die Bewerbung: Die Gutachter prüfen vor Ort, ob die strategische Ausrichtung, die Infrastruktur und das wissenschaftliche Potenzial den hohen Anforderungen der Exzellenzstrategie genügen.
Die endgültige Entscheidung wird dann für Oktober erwartet. Sollte Jena den Titel erhalten, wäre das nicht nur eine Frage des Prestiges. Der Status als Exzellenzuniversität ist mit dauerhaften, massiven finanziellen Zuwendungen verbunden, die der Universität erlauben würden, weltweit führende Wissenschaftler anzuziehen und die Studienbedingungen weiter zu verbessern. Für die Stadt Jena als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort wäre dies ein kaum zu unterschätzender Standortvorteil.
Wir drücken der Universität und allen Beteiligten die Daumen für die heiße Phase der Bewerbung.
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