Jena: Fußgänger beim Abbiegen erfasst – Glück im Unglück im Spitzweidenweg

  • Ort: Jena, Spitzweidenweg / Scharnhorststraße
  • Zeitpunkt: Montagnachmittag (16.02.2026)
  • Ereignis: Kollision zwischen Pkw und Fußgänger
  • Ursache: Vorfahrtsverzicht und Unachtsamkeit beim Abbiegen
  • Folgen: Fußgänger blieb unverletzt

Jena. Ein Verkehrsunfall im Jenaer Norden sorgte am Montagnachmittag für Aufregung, endete jedoch glücklicherweise glimpflicher als zunächst befürchtet. An der Einmündung vom Spitzweidenweg in die Scharnhorststraße kollidierte ein abbiegender Pkw mit einem passierenden Fußgänger. Der Vorfall verdeutlicht erneut, wie schnell gut gemeinte Gesten im Straßenverkehr zu unübersichtlichen Situationen führen können.

Der Unfallhergang im Detail

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am Nachmittag des gestrigen Montags. Ein Autofahrer befuhr den Spitzweidenweg und beabsichtigte, nach links in die Scharnhorststraße einzubiegen. Die Verkehrssituation war zu diesem Zeitpunkt offenbar belebt.

Ein entgegenkommender Fahrzeugführer entschied sich in dieser Situation, auf sein eigentliches Vorfahrtsrecht zu verzichten. Er stoppte sein Fahrzeug, um dem Linksabbieger das Manöver zu ermöglichen. Eine im Straßenverkehr oft als höflich empfundene Geste, die jedoch ihre Tücken hat. Der abbiegende Fahrer nahm das Signal an und setzte zum Abbiegevorgang an.

Dabei konzentrierte sich der Mann offenbar so stark auf den entgegenkommenden Verkehr und das zügige Räumen der Kreuzung, dass er einen Fußgänger übersah, der genau in diesem Moment die Straße überquerte. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Fahrzeug und dem Passanten.

Gefahrenmoment: Der „tote Winkel“ beim Linksabbiegen

Unfälle dieser Art sind im innerstädtischen Bereich leider keine Seltenheit. Verkehrsexperten warnen immer wieder vor der sogenannten „Falle der Freundlichkeit“. Wenn ein vorfahrtsberechtigter Fahrer anhält, entsteht für den Abbiegenden ein psychologischer Druck, die Lücke schnell zu nutzen. Der Fokus verengt sich auf die Fahrzeuge, während schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger leicht aus dem Blickfeld geraten.

Hinzu kommt oft das Problem der A-Säule des Fahrzeugs, die beim Linksabbiegen genau den Bereich verdecken kann, in dem sich Fußgänger befinden. Die Kreuzungssituation im Bereich Spitzweidenweg und Scharnhorststraße ist zudem durch die Wohnbebauung und parkende Fahrzeuge ein Bereich, der volle Aufmerksamkeit erfordert.

Großes Glück für den Fußgänger

In diesem Fall hatten alle Beteiligten sprichwörtlich einen Schutzengel an Bord. Trotz der Kollision blieb der angefahrene Fußgänger unverletzt. Oftmals enden solche Zusammenstöße mit Prellungen, Frakturen oder schlimmeren Verletzungen, da Fußgänger keinerlei Knautschzone besitzen.

Die Polizei nahm den Unfall auf. Ob am Fahrzeug Sachschaden entstand, wurde im ersten Bericht nicht näher beziffert. Der Vorfall dient jedoch als Mahnung für alle Verkehrsteilnehmer in Jena: Auch wenn andere Autofahrer nett winken oder die Vorfahrt gewähren, entbindet dies niemanden von der Pflicht zur doppelten Absicherung – insbesondere der Schulterblick nach links und rechts bleibt unverzichtbar, um Fußgänger rechtzeitig zu erkennen.

Wir wünschen allen Beteiligten, dass der Schreck schnell verdaut ist, und eine sichere Weiterfahrt durch die Saalestadt.


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