Schreckmoment im Sandkasten: Kinder buddeln Granate in Lobeda-West aus

Der Vorfall im Überblick

  • Ort: Jena, Stadtteil Lobeda-West (Spielplatz)
  • Zeit: Sonntagvormittag, 15. Februar 2026
  • Fund: Granatenähnlicher Gegenstand im Sand
  • Maßnahmen: Weiträumige Absperrung, Einsatz des Kampfmittelräumdienstes
  • Ergebnis: Identifizierung als Übungs-Handgranate, keine Detonation

Jena. Es ist der Albtraum vieler Eltern: Die Kinder spielen friedlich im Sandkasten, graben tief im Erdreich und halten plötzlich nicht etwa ein Förmchen oder einen Stein, sondern einen potenziell tödlichen Gegenstand in den Händen. Genau dieses Szenario ereignete sich am Sonntagvormittag auf einem Spielplatz im dicht besiedelten Jenaer Stadtteil Lobeda-West. Ein besorgter Vater reagierte geistesgegenwärtig und verhinderte so möglicherweise Schlimmeres.

Vom Sonntagsausflug zum Großeinsatz

Der 39-jährige Vater, der mit seinen Kindern den sonnigen Vormittag auf dem Spielplatz verbrachte, wurde auf den Fund aufmerksam, den sein Nachwuchs freigelegt hatte. Der metallische Körper wies die typische Form einer Handgranate auf. Anstatt den Gegenstand achtlos zur Seite zu legen oder gar selbst zu untersuchen, wählte der Mann sofort den Notruf. Eine Entscheidung, die von den Einsatzkräften später ausdrücklich gelobt wurde.

Die eintreffenden Beamten des Inspektionsdienstes Jena bestätigten die erste Einschätzung des Vaters: Der Gegenstand sah einer echten Sprengvorrichtung zum Verwechseln ähnlich. Umgehend wurden Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Der Bereich um den Spielplatz in Lobeda-West wurde weiträumig abgesperrt, um Passanten und Anwohner vor einer möglichen Detonation zu schützen. Die Atmosphäre im Wohngebiet war kurzzeitig angespannt, während auf das Eintreffen der Spezialisten gewartet wurde.

Entwarnung durch den Kampfmittelräumdienst

Zur genauen Bestimmung und Sicherung des Fundstücks wurde der Kampfmittelräumdienst (Tauber) angefordert. Die Experten für Explosivstoffe untersuchten das Objekt vor Ort eingehend. Nach kurzer Zeit konnte jedoch Entwarnung gegeben werden: Es handelte sich bei dem Fundstück nicht um eine scharfe Kriegswaffe aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern um eine sogenannte Übungs-Handgranate.

Solche Übungsmittel werden oft militärisch oder behördlich genutzt, um den Umgang mit Wurfkörpern zu trainieren, ohne dabei eine scharfe Sprengladung zu verwenden. Dennoch sind sie für Laien oft kaum von echter Munition zu unterscheiden. Die Spezialisten bargen den Gegenstand fachgerecht und transportierten ihn ab. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Richtiges Verhalten bei Munitionsfunden

Auch wenn es sich in diesem Fall glücklicherweise „nur“ um eine Übungsgranate handelte, zeigt der Vorfall in Lobeda-West, wie präsent das Thema Kampfmittel auch Jahrzehnte nach Kriegsende oder durch Hinterlassenschaften von Übungen noch immer ist. Thüringen ist, wie viele andere Bundesländer, immer wieder Schauplatz solcher Funde.

Die Polizei und Experten mahnen in diesem Zusammenhang immer wieder zur Vorsicht. Sollten Spaziergänger, Bauarbeiter oder – wie in diesem Fall – spielende Kinder verdächtige metallische Gegenstände finden, gelten folgende eiserne Regeln:

  • Nicht anfassen: Lageveränderungen können bei alter Munition chemische Zünder auslösen.
  • Nicht bewegen: Selbst das leichte Anheben kann fatale Folgen haben.
  • Markieren und Warnen: Die Fundstelle sollte für andere erkennbar gemacht werden, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
  • Notruf wählen: Wählen Sie sofort die 110 und warten Sie in sicherem Abstand auf die Einsatzkräfte.

Der Vater in Lobeda hat intuitiv alles richtig gemacht. Dass der Spielplatz am Ende wieder freigegeben werden konnte und der Sonntag für die Familie nur mit einem Schrecken, aber ohne Verletzungen endete, ist auch seiner Besonnenheit zu verdanken.

Der Spielplatz in Lobeda-West steht den Kindern nun wieder uneingeschränkt zum Toben zur Verfügung – hoffentlich ab jetzt ohne weitere Überraschungen im Sand.


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