Erfurt/Jena, 29. März 2026. Der FC Carl Zeiss Jena zieht nach einem hochdramatischen Thüringenderby ins Finale des Thüringen-Pokals ein. In einem wahren Torspektakel setzten sich die Jenaer am Ende im Elfmeterschießen gegen den FC Rot-Weiß Erfurt durch und treffen nun auf Titelverteidiger ZFC Meuselwitz.
- Ereignis: Halbfinale im Thüringen-Pokal
- Begegnung: FC Rot-Weiß Erfurt – FC Carl Zeiss Jena
- Ergebnis: 4:2 im Elfmeterschießen (5:5 nach Verlängerung, 4:4 nach 90 Minuten)
- Entscheidung: FCC-Keeper Marius Liesegang pariert zwei Elfmeter, Nicolas Wahling verwandelt den entscheidenden Schuss
- Finale: 23. Mai 2026 gegen den ZFC Meuselwitz
Achterbahnfahrt der Gefühle in der regulären Spielzeit
Die Zuschauer erlebten ein Regionalliga-Duell, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Schon in der ersten Halbzeit fielen die Tore fast im Minutentakt. Justin Schau brachte die Gäste aus Jena bereits in der dritten Minute in Führung, bevor Maxime Awoudja (7.) für Erfurt ausglich. Nur wenig später stellte Kevin Lankford (12.) die alte Führung wieder her. Auch auf den erneuten Erfurter Ausgleich durch einen Foulelfmeter von Obed Chidindu Ugondu (31.) hatte Lankford eine Antwort und traf kurz vor der Pause (42.) zum 3:2 für Jena.
Nach dem Seitenwechsel drehten die Hausherren jedoch auf. Til Schwarz (55.) und ein unglückliches Eigentor des Jenaers Sören Reddemann (81.) brachten Erfurt plötzlich auf die Siegerstraße. Doch Jena gab sich nicht auf: Mit einem direkten Freistoß in der 88. Minute rettete Nicolas Wahling sein Team in die Verlängerung – 4:4.
Verlängerung und Elfmeter-Krimi
Auch die zusätzlichen 30 Minuten blieben spektakulär. Zunächst profitierte der FCC von einem Eigentor des Erfurters Ben-Luca Moritz. Doch in der 112. Minute schlug RWE nochmals zurück: Ein von Wahling abgefälschter Schuss von Boipelo Mashigo landete zum 5:5-Ausgleich im Jenaer Netz. Die Entscheidung musste vom Punkt fallen.
Im Elfmeterschießen avancierte Jenas Torhüter Marius Liesegang zum Matchwinner. Er parierte die Versuche der Erfurter Awoudja und Raphael Assibey-Mensah. Den Schlusspunkt unter einen denkwürdigen Fußballnachmittag setzte Nicolas Wahling, der den letzten Strafstoß sicher zum 4:2-Endstand im Elfmeterschießen verwandelte.
Ausblick auf das Finale
Der Finalgegner des FC Carl Zeiss Jena steht bereits fest: Am 23. Mai, dem traditionellen Amateurpokaltag, geht es gegen den ZFC Meuselwitz. Der amtierende Pokalverteidiger setzte sich in seinem Halbfinale souverän mit 3:1 (1:0) beim SV Blau-Weiß 91 Bad Frankenhausen durch. Christoph Pauling und Theo Teßmer brachten die Zipsendorfer auf Kurs, Luis Fischer sorgte per Fallrückzieher für die Entscheidung, bevor die Gastgeber in der 90. Minute durch einen Foulelfmeter von Erik Schneider noch zum Ehrentreffer kamen.
Hintergrund: Die Bedeutung des Thüringen-Pokals
Das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt gilt als das prestigeträchtigste Thüringenderby und elektrisiert traditionell zehntausende Fans in der Region. Neben der symbolischen Vorherrschaft geht es im Thüringen-Pokal vor allem um den lukrativen Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Der Sieger des Endspiels im Mai darf sich nicht nur über garantierte Fernsehgelder im sechsstelligen Bereich freuen, sondern hat auch die Chance auf ein attraktives Los gegen einen Erst- oder Zweitligisten vor heimischer Kulisse. Für die wirtschaftliche und sportliche Planung der regionalen Vereine ist dieser Wettbewerb daher von elementarer Bedeutung.
Quelle:
Fußball: Torspektakel: Jena folgt Meuselwitz ins Pokalfinale
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