Auf einen Blick: Der neue Thüringenkrimi
- Titel: Gerechtigkeit
- Sendeplatz: Samstag, 07.02.2026, 20.15 Uhr
- Sender: ZDF (und Mediathek)
- Hauptrolle: Emily Cox als Dr. Mala Murphy
- Drehort: Jena und Umgebung, Berlin
Jena (07.02.2026) – Wenn am heutigen Samstagabend zur besten Sendezeit das ZDF-Logo aufleuchtet, blickt Fernsehdeutschland wieder auf die Saalestadt. Doch Fans der bisherigen Reihe müssen sich umgewöhnen: Aus „Theresa Wolff“ wird der „Thüringenkrimi“, und auch am Seziertisch in Jena gibt es einen prominenten Personalwechsel.
Neustart mit „Gerechtigkeit“: Der erste Fall für Mala Murphy
Noch bevor die neue Rechtsmedizinerin Dr. Mala Murphy, gespielt von Emily Cox („Achtsam morden“), ihre Umzugskisten in Jena richtig auspacken kann, wird sie beruflich gefordert. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt entdeckt sie ein verunfalltes Fahrzeug. Ein Auto ist gegen einen Baum geprallt, die Fahrerin ist tot. Was zunächst wie ein tragischer Verkehrsunfall auf einer der Landstraßen rund um Jena aussieht, entpuppt sich schnell als komplexes Verbrechen.
Bei der Toten handelt es sich um eine umstrittene Familienrichterin. Murphy erkennt schnell Ungereimtheiten, die auf eine Fremdeinwirkung schließen lassen. Damit beginnt ihr erster Fall an der Universität Jena, der sie direkt in die Tiefen der lokalen Justiz- und Familiendramen führt.
Vom „Theresa Wolff“-Erbe zum neuen Ermittler-Duo
Der heutige Film markiert eine Zäsur für die in Jena angesiedelte Krimireihe. Nina Gummich, die als eigenwillige Rechtsmedizinerin Theresa Wolff das Gesicht der Serie prägte, ist nicht mehr dabei. Die filmische Erklärung für den Wechsel greift tief in die psychologische Trickkiste: Wolff habe nach einer Nahtoderfahrung gekündigt, erfahren die Zuschauer.
An ihre Stelle tritt nun Dr. Mala Murphy. Die Figur wird als zugänglicher beschrieben als ihre Vorgängerin, bringt aber ihre eigenen Eigenheiten mit in das Institut für Rechtsmedizin. Der Halb-Irin, die im Stress gelegentlich ins Englische verfällt, wird sogar eine Liaison mit dem Weltstar Ed Sheeran nachgesagt – ein Running Gag, der die Figur auflockern soll.
Doch eine Tradition bleibt bestehen, sehr zum Leidwesen von Polizist Ceyhan Topal (Sahin Eryilmaz): Auch die „Neue“ kommuniziert intensiv mit den Toten. Topals Hoffnung, dass diese Marotte mit Wolff verschwunden sei, wird enttäuscht. Das Zwiegespräch mit den Leichen bleibt ein zentrales stilistisches Mittel der Reihe, um die Hintergründe der Taten zu rekonstruieren.
Hinter den Kulissen: Das Casting-Karussell
Die Umbesetzung der Hauptrolle und die Umbenennung in „Thüringenkrimi“ sind nicht nur kreativen Entscheidungen geschuldet, sondern auch dem wahren Leben. Emily Cox übernahm die Rolle, da Nina Gummich in eine Elternpause ging. Kurioserweise befindet sich nun auch Emily Cox selbst in Elternzeit. Die Produktionsfirma Ziegler Film betonte, dass hinter diesen Wechseln kein „Masterplan“ stecke, sondern sich die Konstellationen schlicht so ergeben hätten.
Für Verwirrung und Vorfreude gleichermaßen sorgt die Ankündigung für die Zukunft der Reihe: Während heute der erste von zwei abgedrehten Filmen mit Cox läuft, soll im dritten neuen Film Nina Gummich als Theresa Wolff zurückkehren. Ein vierter Teil ist bereits in Planung, wobei die Besetzung hier noch offen ist. Man sei mit Gummich in „guten Gesprächen“, heißt es.
Einordnung für Jena
Für die Stadt Jena ist die Fortsetzung der Reihe, ungeachtet der Besetzung, von Bedeutung. Die Präsenz im Hauptabendprogramm des ZDF festigt das Image der Stadt als Kulisse für moderne Fernsehkrimis, abseits der klassischen Tatort-Städte. Neben den kriminalistischen Spannungsbögen bieten die Filme auch immer wieder atmosphärische Einblicke in die thüringische Landschaft und das studentisch geprägte Flair der Universitätsstadt.
Ob das neue Team aus Emily Cox und dem ebenfalls neuen Hauptkommissar Moritz Herbst (Golo Euler) die hohen Einschaltquoten der Vorgänger halten kann, wird sich am Samstagabend zeigen.
Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.