- Titel: Thüringenkrimi: Gerechtigkeit (ehemals Theresa Wolff)
- Erstausstrahlung: 07. Februar 2026, 20:15 Uhr (ZDF)
- Verfügbarkeit: Ab sofort in der ZDF-Mediathek
- Hauptdarsteller: Emily Cox (Dr. Mala Murphy), Golo Euler (Moritz Herbst)
- Drehort: Jena und Umgebung
Jena. Es war eine Zäsur zur besten Sendezeit: Am vergangenen Samstagabend präsentierte sich die Saalestadt erneut einem bundesweiten Millionenpublikum – allerdings unter neuem Namen und mit neuen Gesichtern. Die etablierte ZDF-Krimireihe, die bisher unter dem Titel "Theresa Wolff" firmierte, startete als "Thüringenkrimi" in eine neue Ära. Mit dem Auftaktfilm "Gerechtigkeit" übernahmen Emily Cox und Golo Euler das Ruder und traten die Nachfolge von Nina Gummich und Aurel Manthei an.
Wachablösung in der Rechtsmedizin
Für Fans der Reihe war der Wechsel spürbar, aber nicht unvorbereitet. Nachdem Nina Gummich, die das Format als eigenwillige Rechtsmedizinerin Theresa Wolff geprägt hatte, die Serie auf eigenen Wunsch verlassen hatte, stand das ZDF vor der Aufgabe, das Format neu zu erfinden, ohne den lokalen Charme zu verlieren. Die Antwort ist eine Neuausrichtung hin zur Regionalmarke: Der Titel "Thüringenkrimi" rückt den Handlungsort Jena und das Bundesland stärker in den Fokus als die reine Fixierung auf eine Titelfigur.
Im Zentrum steht nun Dr. Mala Murphy, gespielt von der 40-jährigen Emily Cox. Ihre Figur ist frisch nach Jena gezogen, um ihre neue Stelle in der Rechtsmedizin anzutreten. Ihr zur Seite steht Kriminalhauptkommissar Moritz Herbst, verkörpert von Golo Euler. Die Dynamik des neuen Duos unterscheidet sich merklich von der ihrer Vorgänger: Wo früher oft impulsive Alleingänge dominierten, müssen sich Murphy und Herbst erst noch finden und eine gemeinsame Sprache entwickeln.
Der erste Fall: Tod einer Richterin
Der Einstand für die neue Rechtsmedizinerin hätte dramatischer kaum sein können. Noch bevor sie ihren Dienst offiziell antreten kann, wird sie auf einer Landstraße bei Jena mit ihrem ersten Fall konfrontiert. Was zunächst wie ein tragischer Verkehrsunfall aussieht, entpuppt sich schnell als komplexes Verbrechen. Das Opfer ist keine Unbekannte: Es handelt sich um die Familienrichterin Sophie Nöll, dargestellt von Janina Stopper.
Kommissar Moritz Herbst hegt von Beginn an Zweifel an der Unfalltheorie. Die Richterin hatte sich durch ihre harte Linie viele Feinde gemacht, was den Kreis der Verdächtigen erheblich erweitert. Bei der Obduktion stößt Dr. Murphy auf Spuren, die nicht mit dem Unfallhergang übereinstimmen, sowie auf Hinweise, dass die nach außen hin so souveräne Juristin unter enormem psychischem Druck stand. Der Fall führt die Ermittler tief in die persönlichen Abgründe der Jenaer Justiz- und Gesellschaftszene.
Kontinuität und Lokalkolorit
Trotz der vielen Neuerungen setzt das ZDF auch auf vertraute Elemente, um das Stammpublikum nicht zu verlieren. Erfreulich für Kenner der Serie: Peter Schneider als Rechtsmediziner Dr. Bernhard Zeidler und Sahin Eryilmaz als Kommissar Ceyhan Topal bleiben dem Team erhalten. Sie sorgen für die nötige Kontinuität im Institut für Rechtsmedizin und im Kommissariat, das oft die Kulisse für die entscheidenden Szenen bietet.
Die Stadt Jena selbst spielt weiterhin eine heimliche Hauptrolle. Die Mischung aus akademischem Flair, den markanten Plattenbauten und der umgebenden Natur der Kernberge und des Saaletals bietet weiterhin den visuellen Rahmen für die düsteren Geschichten. Mit der Umbenennung in "Thüringenkrimi" unterstreicht der Sender zudem den Anspruch, Geschichten zu erzählen, die spezifisch in dieser Region verankert sind.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Der Auftakt am Samstag war nur der Anfang. Dass Emily Cox nicht nur eine Übergangslösung ist, zeigt der Blick in die Produktionslisten. Bereits Ende 2025 stand sie erneut mit Golo Euler für eine weitere Folge mit dem Arbeitstitel "Thüringenkrimi – Cash" vor der Kamera. Interessant bleibt jedoch eine Andeutung von Nina Gummich auf Instagram, die Gerüchte anheizte, dass ihre Figur Theresa Wolff eventuell doch noch nicht gänzlich Geschichte ist. Ob es zu einem Gastauftritt oder einer dauerhaften Rückkehr kommt, ließ der Sender bislang offen.
Wer die Premiere "Gerechtigkeit" verpasst hat, kann den Film in der ZDF-Mediathek nachholen und sich selbst ein Bild davon machen, wie sich das neue Duo in der Saalestadt schlägt.
Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.