Thüringen: Action auf Expansionskurs

Jena (09.01.2026) – Der Einzelhandel in Thüringen bleibt in Bewegung, und besonders das Segment der Non-Food-Discounter zeigt sich auch im neuen Jahr angriffslustig. Wie am Donnerstag bekannt wurde, drängt die niederländische Kette „Action“ weiter auf den Markt im Freistaat. Die Botschaft ist klar: Das Unternehmen sieht in der Region noch lange kein Sättigungsgefühl bei den Kunden und plant, seine Präsenz weiter auszubauen. Für Jena und das Umland bedeutet dies potenziell mehr Auswahl, aber auch einen härteren Wettbewerb um attraktive Gewerbeflächen.

Discounter sieht Kriterien erfüllt

Nach Informationen, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, bewertet das Unternehmen die Bedingungen in Thüringen als ideal für weitere Standorte. Der Tenor lautet: „Erfüllt alle Kriterien“. Doch was bedeutet das konkret für eine Stadt wie Jena? Die Kriterien für solche Discounter sind in der Regel strikt definiert: Eine hohe Passantenfrequenz, gute Erreichbarkeit – vorzugsweise mit Parkplätzen vor der Tür – und eine Verkaufsfläche, die groß genug ist, um das stetig wechselnde Sortiment von Deko-Artikeln über Multimedia bis hin zu Snacks zu präsentieren.

Jena, mit seiner topografisch bedingten Enge im Saaletal, ist für Expansionsplaner oft eine Herausforderung, aber zugleich ein äußerst lukrativer Markt. Die Kaufkraft in der Universitätsstadt ist vergleichsweise hoch, und die Nachfrage nach günstigen Haushaltswaren und Trendartikeln reißt nicht ab. Bestehende Filialen, etwa in der Löbstedter Straße, zeigen, dass das Konzept an der Saale funktioniert.

Kampf um die besten Flächen

Die Ankündigung, sich in Thüringen „breit zu machen“, dürfte auch die lokalen Stadtplaner und Immobilienbesitzer aufhorchen lassen. In Jena ist Gewerberaum, insbesondere in verkehrsgünstigen Lagen oder in den großen Wohngebieten wie Lobeda und Winzerla, ein kostbares Gut. Während die Innenstadt mit dem Eichplatz-Projekt auf eine massive Aufwertung zusteuert, suchen großflächige Discounter oft eher die Randlagen oder Fachmarktzentren, die mit dem Auto gut erreichbar sind.

Die Strategie von Action passt in einen allgemeinen Trend:

  • Preisbewusstsein: In Zeiten volatiler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen achten viele Thüringer verstärkt auf den Preis.
  • Erlebnis-Shopping: Das Konzept der wöchentlich wechselnden Angebote lockt Kunden regelmäßig in die Läden, um „Schnäppchen zu jagen“.
  • Flächendeckung: Das Ziel ist oft, die Wege für den Kunden so kurz wie möglich zu halten.

Fazit für die Region

Ob und wann konkret weitere Filialen direkt in Jena oder im unmittelbaren Umland wie dem Saale-Holzland-Kreis eröffnet werden, bleibt im Detail abzuwarten. Fakt ist jedoch: Der Wettbewerb im Thüringer Einzelhandel verschärft sich. Für die Verbraucher ist dies meist eine gute Nachricht, da Konkurrenz nicht nur das Geschäft belebt, sondern oft auch die Preise drückt. Die kommenden Monate werden zeigen, wo genau die blauen Logos als Nächstes im Stadtbild auftauchen werden.


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