- Event: Lange Nacht „Dieser weltumspannend leise Ton“
- Datum: 14. März 2026, Beginn 18:00 Uhr (Einlass 17:00 Uhr)
- Ort: Theaterhaus Jena
- Gäste: U.a. Wolfgang de Bruyn, Ingo Schulze, Hanns Zischler
- Zusatztermin: Filmvorführung im Schillerhof am 11. März 2026
Jena. Die Kulturlandschaft Jenas steht im kommenden März ganz im Zeichen eines der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der letzten Jahrzehnte. Das Theaterhaus Jena kündigte für den 14. März 2026 eine „Lange Nacht“ an, die Leben und Werk von Günter de Bruyn (1926–2020) würdigt. Unter dem poetischen Titel „Dieser weltumspannend leise Ton“ verspricht der Abend eine intensive Auseinandersetzung mit dem Autor, der als genauer Beobachter deutsch-deutscher Befindlichkeiten galt.
Prominente Stimmen erinnern an den Autor
Für die Veranstaltung konnte das Theaterhaus namhafte Persönlichkeiten gewinnen, die dem Werk de Bruyns eng verbunden sind. Neben seinem Sohn, dem Autor und Museumsleiter Wolfgang de Bruyn, werden auch der Schriftsteller Ingo Schulze, die renommierte Fotografin Barbara Klemm sowie der Schauspieler und Autor Hanns Zischler in Jena erwartet. Gemeinsam wollen sie ab 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr) an den „Stillen“, wie de Bruyn oft genannt wurde, erinnern.
Das Programm setzt sich aus Lesungen, Gesprächen und persönlichen Erinnerungen der Weggefährten zusammen. Musikalische Beiträge sollen den Abend rahmen und die literarische Atmosphäre untermalen. De Bruyn, der vor allem durch Romane wie „Buridans Esel“ oder „Neue Herrlichkeit“ sowie seine autobiografische „Zwischenbilanz“ bekannt wurde, prägte die Literatur der DDR und des vereinten Deutschlands durch seinen unbestechlichen, ruhigen Stil.
Filmabend im Schillerhof als Auftakt
Bereits einige Tage vor der Veranstaltung im Theaterhaus stimmt das Kino Schillerhof auf das Thema ein. Am Mittwoch, den 11. März 2026, wird dort der DEFA-Filmklassiker „Glück im Hinterhaus“ gezeigt. Der Film aus dem Jahr 1980 basiert auf de Bruyns Roman „Buridans Esel“.
Ein besonderes Highlight für Cineasten: Im Anschluss an die Vorführung ist ein Filmgespräch mit der Schauspielerin Ute Lubosch geplant. Dies bietet dem Jenaer Publikum die Gelegenheit, die filmische Adaption von de Bruyns Stoffen im Kontext ihrer Entstehungszeit zu reflektieren.
Ein Chronist des 20. Jahrhunderts
Mit dieser Veranstaltungsreihe unterstreicht Jena erneut seinen Ruf als Literaturstadt. Die Würdigung Günter de Bruyns ist nicht nur eine Rückschau auf ein einzelnes Werk, sondern auch eine Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts, die de Bruyn wie kaum ein anderer literarisch dokumentierte. Der Vorverkauf für die Veranstaltungen dürfte angesichts der prominenten Besetzung auf großes Interesse stoßen.
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