- Standort: Löbstedter Straße 68 (KSJ-Gelände)
- Bilanz 2025: 85,6 Tonnen abgegebene Gegenstände
- Wiederverwendungsquote: 78 Prozent (69,3 Tonnen)
- Besucherzahl: 32.962 Personen im letzten Jahr
- Beliebte Tauschwaren: Bücher, Porzellan, Glas, Spielzeug
Jena (18.02.2026) – In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger werden, setzt Jena ein starkes Zeichen: Das „Tauschhaus 2.0“ des Kommunalservice Jena (KSJ) hat sich als echtes Erfolgsmodell der städtischen Abfallvermeidung etabliert. Die nun veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2025 belegen, dass die Bürger der Saalestadt das Angebot rege nutzen, um gut erhaltenen Gegenständen ein zweites Leben zu schenken, anstatt sie in der Müllverbrennung enden zu lassen.
Beeindruckende Zahlen für den Umweltschutz
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 85,6 Tonnen an gut erhaltenen Waren im Tauschhaus abgegeben. Davon fanden 69,3 Tonnen direkt einen neuen Besitzer. Dies entspricht einer beachtlichen Wiederverwendungsquote von 78 Prozent. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft greift hier unmittelbar: Was für den einen nutzlos geworden ist, wird für den anderen zum neuen Lieblingsstück.
Bemerkenswert ist auch der Umgang mit den restlichen Artikeln. Die verbleibenden rund 18 Prozent der abgegebenen Waren, die keinen neuen Abnehmer fanden, landeten nicht etwa im klassischen Restmüll. Sie wurden entweder dem fachgerechten Recycling oder der thermischen Verwertung zugeführt. Damit stellt der KSJ sicher, dass das Tauschhaus nahezu abfallfrei operiert und Ressourcen maximal effizient genutzt werden.
Was die Jenaer am liebsten tauschen
Mit fast 33.000 Nutzern im Jahr 2025 ist das Tauschhaus in der Löbstedter Straße zu einem frequenzstarken Ort der Begegnung geworden. Doch was wechselt dort eigentlich den Besitzer? Die Erfahrungswerte des KSJ zeigen klare Trends:
- Bücher: Literatur steht unangefochten an der Spitze. Von Romanen bis zu Sachbüchern wird hier reger Tauschhandel betrieben, was nicht nur Papier spart, sondern auch Bildung und Unterhaltung kostenlos zugänglich macht.
- Haushaltswaren: Porzellan, Glas und Küchenutensilien sind ebenfalls Dauerbrenner. Oftmals handelt es sich um gut erhaltene Stücke aus Haushaltsauflösungen oder Fehlkäufe, die zu schade für die Tonne sind.
- Spielzeug: Gerade für Familien ist das Tauschhaus eine wertvolle Anlaufstelle, um Kinderzimmer kostengünstig und nachhaltig neu auszustatten.
Ein Beitrag zur lokalen Nachhaltigkeitsstrategie
Das Projekt in der Löbstedter Straße 68 ist mehr als nur eine soziale Einrichtung; es ist ein technischer Baustein im Klimaschutzkonzept der Stadt. Jedes Kilo, das weiterverwendet wird, muss nicht neu produziert, verpackt und transportiert werden. Dies spart CO₂ und schont Rohstoffe. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach und niederschwellig: Wer etwas abzugeben hat, bringt es vorbei; wer etwas braucht, nimmt es mit. Eine 1-zu-1-Tauschpflicht besteht dabei meist nicht, was die Hemmschwelle zur Nutzung weiter senkt.
Fazit und Ausblick
Das Tauschhaus 2.0 beweist, dass Umweltschutz im Alltag funktionieren kann, wenn die Infrastruktur stimmt. Die hohe Akzeptanz in der Jenaer Bevölkerung zeigt, dass das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Stadtgesellschaft tief verankert ist. Für das Jahr 2026 hofft der Kommunalservice Jena, diese Quote mindestens zu halten, wenn nicht sogar auszubauen. Interessierte Bürger können sich auf der Webseite des KSJ über die genauen Annahmebedingungen und Öffnungszeiten informieren.
Das Tauschhaus bleibt damit eine der effektivsten Maßnahmen gegen die Wegwerfgesellschaft direkt vor unserer Haustür.
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