Kurz & Kompakt: Das Wichtigste auf einen Blick
- Name: Tante Zukunft
- Standort: Holzmarkt 6, Jena Innenstadt
- Konzept: 24/7-Roboter-Supermarkt
- Investition: ca. 120.000 Euro für die Robotik
- Eröffnung: Soft-Opening Anfang Februar, offizielle Eröffnung am 27. Februar 2026
Jena (06.02.2026). Während die klassischen Ladenöffnungszeiten in Thüringen oft diskutiert werden, schafft ein junger Unternehmer in der Saalestadt nun Fakten. Am Holzmarkt 6 zieht die Zukunft ein – und sie schläft nie. Mit einem vollautomatisierten Store-Konzept will „Tante Zukunft“ die Nahversorgung in der Jenaer Innenstadt revolutionieren.
Einkaufen rund um die Uhr: Die Technik dahinter
Wer am Holzmarkt vorbeiläuft, dem dürfte der neue Schriftzug bereits aufgefallen sein. Hinter den Scheiben verbirgt sich keine klassische Verkaufstheke, sondern Hightech im Wert von rund 120.000 Euro. Der Gründer Willy Götze setzt auf einen sogenannten „Tante-Emma-Roboter“ der vierten Generation. Anders als einfache Snackautomaten, die man von Bahnhöfen kennt, handelt es sich hier um ein komplexes Lagersystem, das sogar Tiefkühlware ausgeben kann.
Der Einkaufsprozess erinnert an moderne Fast-Food-Restaurants: Kunden wählen ihre Produkte an großen Touchscreens (Tablets) im Vorraum aus und bezahlen digital. Im Hintergrund stellt der Greifarm-Roboter die Bestellung zusammen und gibt sie aus. Zusätzlich soll es möglich sein, via App oder Webshop Waren vorzubestellen und nur noch abzuholen – oder sich den Einkauf über Lieferdienste wie UberEats bringen zu lassen.
Lücke im Jenaer Nachtleben geschlossen
Die Motivation für das Projekt entspringt einem klassischen Jenaer Studenten-Problem: die Verfügbarkeit von Waren in der Nacht. Während in ländlichen Gebieten Thüringens „Automaten-Metzger“ und 24-Stunden-Regiomaten bereits seit Jahren boomen, hinkte die Innenstadt bisher hinterher. Zwar gibt es „Spätis“, doch auch diese haben Schließzeiten. „Tante Zukunft“ soll diese Lücke schließen und eine echte 24/7-Versorgung garantieren – ein Modell, das in einer Universitätsstadt mit vielen Nachteulen und Schichtarbeitern auf hohe Resonanz stoßen dürfte.
Lokale Partner statt nur Industieware
Trotz der sterilen Roboter-Technik soll der lokale Bezug nicht verloren gehen. Das Sortiment zielt auf eine Mischung aus alltäglichem Grundbedarf und Jenaer Spezialitäten ab. Der Betreiber vernetzt sich dafür gezielt mit der lokalen Gastronomie und Händlern:
- Eis: Vom lokalen Anbieter „Handeismann“.
- Fertiggerichte: Kooperation mit „Dr. Wok“.
- Süßes: Kuchen und Törtchen vom „Café am Markt“.
Damit positioniert sich der Laden nicht nur als Notnagel für die vergessene Milch am Sonntag, sondern auch als Plattform für Jenaer Produkte.
Startschuss im Februar
Die Finanzierung des Projekts wurde unter anderem durch die Thüringer Bürgschaftsbank ermöglicht. Nachdem Ende Januar noch letzte Handwerksarbeiten stattfanden, geht es nun in die heiße Phase. In der ersten Februarwoche ist ein „Soft-Opening“ angesetzt, um die Abläufe zu testen. Wer den Roboter in voller Aktion erleben möchte: Die große Eröffnungswoche ist ab dem 27. Februar 2026 geplant.
Mit diesem Schritt unterstreicht Jena einmal mehr seinen Ruf als innovationsfreudige Stadt und zeigt, wie sich der stationäre Einzelhandel durch Digitalisierung an veränderte Lebensgewohnheiten anpassen kann.
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