Jena, 06.03.2026 – Am Samstag, den 14. März, lädt der 14. Tag der Stadtgeschichte dazu ein, Jenas verschwundene Bauwerke neu zu entdecken. Im Fokus stehen historische Gebäude, die im Laufe der Jahrhunderte aus dem heutigen Stadtbild getilgt wurden.
- Ereignis: 14. Tag der Stadtgeschichte („Erinnerungsräume: Jenas verschwundene Bauwerke“)
- Datum: Samstag, 14. März 2026, ab 10:30 Uhr
- Zentraler Ort: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) sowie weitere Orte im Stadtgebiet
- Eintritt: Kostenfrei (ohne Voranmeldung, jedoch begrenzte Teilnehmerzahl bei Rundgängen und Führungen)
- Infos & Programm: www.jenakultur.de/tag-der-stadtgeschichte
Auf den Spuren des alten Jena
Unter dem Titel „Erinnerungsräume: Jenas verschwundene Bauwerke“ widmet sich die diesjährige Veranstaltung der baulichen Vergangenheit der Saalestadt. Ab 10:30 Uhr erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm, das sich über mehrere Schauplätze in der Stadt erstreckt. Das Angebot reicht von Fachvorträgen und Diskussionsrunden bis hin zu interaktiven Workshops.
Besonders die geführten Stadtrundgänge bieten die Möglichkeit, die Leerräume und überbauten Flächen der Stadt neu zu interpretieren. Dabei geht es nicht nur um die reine Dokumentation abgerissener oder zerstörter Häuser, sondern auch um die gesellschaftlichen und historischen Hintergründe: Warum mussten bestimmte Gebäude weichen? Welche stadtplanerischen Visionen steckten dahinter, und wie wird diese architektonische Lücke heute im kollektiven Gedächtnis der Stadtgesellschaft behandelt?
Hintergrund: Warum Jena so viele historische Bauten verlor
Das heutige Stadtbild von Jena ist stark durch zwei einschneidende historische Phasen geprägt, die zum massiven Verlust historischer Bausubstanz führten. Zum einen zerstörten alliierte Bombenangriffe im Februar und März 1945 weite Teile der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Innenstadt, was tiefe Wunden in der Architektur hinterließ.
Zum anderen veränderte die sozialistische Stadtplanung der 1960er Jahre das Gesicht Jenas grundlegend. Um Platz für das damalige Forschungszentrum des VEB Carl Zeiss und den markanten Uniturm (heute Jentower) zu schaffen, wurde das historische Eichplatz-Viertel rigoros abgerissen. Zahlreiche traditionsreiche Gassen, Bürgerhäuser und Plätze verschwanden damals für immer unter Beton. Der Tag der Stadtgeschichte bietet eine wichtige Plattform, um genau diese verlorenen „Erinnerungsräume“ wieder sichtbar zu machen.
Quelle:
Tag der Stadtgeschichte erinnert an verschwundene Bauwerke
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.