Jena, 10. März 2026. Am kommenden Samstag, den 14. März, veranstaltet JenaKultur gemeinsam mit Partnern den 14. Tag der Stadtgeschichte. Unter dem diesjährigen Motto „Erinnerungsräume“ steht das historische, heute aus dem Stadtbild verschwundene architektonische Erbe der Lichtstadt im Mittelpunkt.
- Was: 14. Tag der Stadtgeschichte (Thema: „Erinnerungsräume“)
- Wann: Samstag, 14. März 2026, ab 10:30 Uhr
- Wo: ThULB (Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek) und gesamtes Stadtgebiet
- Eintritt: Der Besuch aller Programmhighlights ist kostenfrei
- Veranstalter: JenaKultur und Partner
Ursachen des Stadtwandels im Fokus
Das Gesicht von Jena hat sich im Laufe der Jahrhunderte massiv gewandelt. Viele Gebäude, die einst prägend für die Stadt waren, existieren heute nicht mehr. Die Veranstaltung widmet sich ab dem Vormittag genau diesen verlorenen Orten. Im Rahmen eines abwechslungsreichen Programms beleuchten Experten die historischen, wirtschaftlichen und politischen Ursachen für den architektonischen Wandel Jenas.
Dabei wird thematisch ein weiter Bogen gespannt: Die Vorträge und Diskussionen behandeln den Einfluss bedeutender Persönlichkeiten der Jenaer Industrie ebenso wie allgemeine Entwicklungen der Architekturgeschichte.
Öffentliches Stadtgespräch zum Abschluss
Neben den Fachvorträgen in der ThULB und Entdeckungstouren im gesamten Stadtgebiet setzen die Organisatoren auf den direkten Austausch mit der Bevölkerung. Den Höhepunkt und Abschluss des Tages bildet ein öffentliches Stadtgespräch. Hier haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eigene Erinnerungen zu teilen und mit den Experten über die städtebauliche Entwicklung zu diskutieren.
Die Architektur in Jena ist stark von historischen Brüchen geprägt. Während die rasante Industrialisierung durch Carl Zeiss und Otto Schott im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu einer enormen baulichen Expansion führte, hinterließen die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg (insbesondere im Frühjahr 1945) tiefe Wunden in der historischen Altstadt. Ein weiterer massiver Einschnitt erfolgte in der DDR-Zeit: Im Zuge der sozialistischen Stadtumgestaltung wurden weite Teile des noch intakten historischen Zentrums – darunter das alte Eichplatz-Areal – abgerissen. Sie machten Platz für den Forschungshochhaus-Komplex (den heutigen Jentower) und neue, moderne Straßenzüge. Diese Überlagerung verschiedenster Architekturepochen und politischer Entscheidungen macht die Stadtgeschichte für Historiker bis heute zu einem hochspannenden Forschungsfeld.
Quelle:
Zeitreise in das „alte“ Jena: Tag der Stadtgeschichte am 14. März
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.