Uniklinik Jena sucht Vorschulkinder: Große Studie zu ADHS und Legasthenie startet

Das Wichtigste in Kürze

  • Initiatoren: Universitätskliniken Jena und Magdeburg
  • Zielgruppe: Kinder im Vorschulalter
  • Forschungsziel: Bessere Früherkennung von ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)
  • Art der Forschung: Langzeitstudie

Jena (16.02.2026) – Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist für viele Familien eine aufregende Zeit, doch er birgt auch Herausforderungen. Wenn Kinder Schwierigkeiten beim Lernen der Buchstaben haben oder sich kaum konzentrieren können, beginnt für Eltern oft eine Odyssee der Unsicherheit. Um genau hier früher ansetzen zu können, haben die Universitätskliniken in Jena und Magdeburg nun eine groß angelegte Langzeitstudie gestartet.

Forschung für den Nachwuchs: Darum geht es

Wie der MDR heute berichtet, suchen die Forschenden gezielt nach Vorschulkindern in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit stehen zwei der häufigsten Entwicklungsstörungen, die den Schulalltag massiv beeinflussen können: die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und die Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), im Volksmund auch Legasthenie genannt.

Das Problem bisher: Oft werden diese Diagnosen erst gestellt, wenn das Kind bereits sprichwörtlich „in den Brunnen gefallen“ ist – also wenn sich in der Schule massive Probleme, schlechte Noten oder soziale Ausgrenzung manifestiert haben. Die neue Studie setzt daher präventiv an. Ziel ist es, Vorzeichen und Marker zu identifizieren, die eine Diagnose schon vor dem ersten Schultag ermöglichen könnten.

Warum die Früherkennung in Jena so wichtig ist

Für Eltern in Jena und Umgebung bietet die Teilnahme an einer solchen Studie die Chance, nicht nur einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten, sondern auch die Entwicklung des eigenen Kindes professionell begleiten zu lassen. ADHS und LRS sind keine reinen „Erziehungsprobleme“, sondern haben neurobiologische Hintergründe. Je früher gezielte Fördermaßnahmen greifen, desto besser sind die Chancen für die betroffenen Kinder, eine frustfreie Schulzeit zu erleben.

Die Zusammenarbeit der Unikliniken Magdeburg und Jena unterstreicht dabei die Bedeutung des medizinischen Standorts Mitteldeutschland. Durch die Bündelung der Kompetenzen beider Häuser erhoffen sich die Experten belastbare Daten, die langfristig die Leitlinien für Kinderärzte und Psychologen verändern könnten.

Ein Blick in die Zukunft der Kindergesundheit

Die Teilnahme an der Studie ist auf einen längeren Zeitraum ausgelegt, um die Entwicklung der Kinder über die Einschulung hinaus zu beobachten. Solche Langzeitdaten sind in der medizinischen Forschung Gold wert, da sie aufzeigen, wie sich frühe Auffälligkeiten über die Jahre tatsächlich auswirken.

Für interessierte Eltern bedeutet dies: Wer ein Kind im Vorschulalter hat, kann sich aktiv einbringen. Genaue Details zum Ablauf der Tests – die in der Regel spielerisch und kindgerecht gestaltet sind – sowie Kontaktmöglichkeiten zur Anmeldung finden sich auf den Webseiten der jeweiligen Universitätskliniken oder über die entsprechenden Portale des MDR.

Es ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass Kinder in Jena und darüber hinaus genau die Unterstützung erhalten, die sie für einen erfolgreichen Start ins Leben benötigen.


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