Jena (06.05.2025) – In der Jenaer Vereinslandschaft sorgt derzeit ein interner Konflikt für Gesprächsstoff. Wie der MDR berichtet, gibt es erhebliche Unstimmigkeiten in einem lokalen Cannabis-Club. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen demnach Vorwürfe gegen den früheren Vorstand der Anbauvereinigung.
Interne Querelen belasten Vereinsarbeit
Seit der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland im April 2024 haben sich auch in Jena Strukturen gebildet, um den gemeinschaftlichen Anbau im gesetzlichen Rahmen zu ermöglichen. Solche sogenannten „Social Clubs“ unterliegen strengen behördlichen Auflagen und Nachweispflichten. Nun scheint einer dieser Vereine vor einer internen Zerreißprobe zu stehen.
Laut den vorliegenden Berichten richten sich die Anschuldigungen gegen die ehemalige Führungsriege des Clubs. Die genaue Natur der Vorwürfe wurde zunächst nicht detailliert öffentlich gemacht, jedoch führen derartige Konflikte in jungen Vereinsstrukturen häufig zu organisatorischen Herausforderungen.
Herausforderungen für Anbauvereinigungen
Für die Mitglieder von Cannabis-Clubs sind stabile Vorstandsstrukturen essenziell, da der Betrieb von Anbaustätten an hohe bürokratische Hürden geknüpft ist:
- Einhaltung strenger Sicherheitskonzepte
- Lückenlose Dokumentation der Ernte und Abgabe
- Transparente Verwaltung der Mitgliedsbeiträge
Interne Streitigkeiten können im schlimmsten Fall die Betriebserlaubnis gefährden oder den geplanten Anbau verzögern. Wie der betroffene Jenaer Club nun weiter verfährt und ob juristische Schritte eingeleitet werden, bleibt abzuwarten. Für die lokale Community ist der Vorfall ein Dämpfer in der noch jungen Geschichte der legalen Anbauvereinigungen an der Saale.