Königlicher Besuch in der Behörde: Sternsinger bringen Segen ins Landratsamt

Jena/Region (08.01.2026) – Es ist ein Termin, der selbst in der nüchternen Atmosphäre einer Verwaltung für Wärme und Farbe sorgt: In dieser Woche hallten helle Kinderstimmen durch die Flure des Landratsamtes. Kleine Könige in prächtigen Gewändern waren zu Gast, um den Segen für das neue Jahr zu überbringen. Am Mittwoch empfingen die Mitarbeiter der Behörde die Sternsinger, die getreu dem alten Brauch nicht nur Lieder sangen, sondern auch die traditionelle Segensbitte an die Türen schrieben.

Ein Zeichen der Hoffnung an der Bürotür

Wer in den kommenden Monaten das Landratsamt betritt, wird an den Türstürzen nun wieder die vertraute Formel lesen können: 20*C+M+B+26. Was im Volksmund oft den Heiligen Drei Königen Caspar, Melchior und Balthasar zugeschrieben wird, steht im Lateinischen eigentlich für „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Gerade in öffentlichen Einrichtungen, in denen täglich wichtige Entscheidungen für die Bürger in Jena und dem Saale-Holzland-Kreis getroffen werden, wird dieser symbolische Akt als Zeichen des Zusammenhalts und der Menschlichkeit geschätzt.

Die Mädchen und Jungen, die als Sternsinger unterwegs sind, investieren dafür einen Teil ihrer Ferienzeit. Statt zu Hause zu spielen, ziehen sie von Haus zu Haus und eben auch in die Amtsstuben, um die frohe Botschaft zu verkünden. Ihr Auftritt am Mittwoch sorgte für eine willkommene Unterbrechung des Arbeitsalltags und zauberte so manchem Verwaltungsmitarbeiter ein Lächeln ins Gesicht.

Kinder zeigen Solidarität mit Gleichaltrigen weltweit

Doch hinter den bunten Kronen und den wohlklingenden Liedern steckt weit mehr als nur Folklore. Das Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Jedes Jahr steht die Sammlung unter einem bestimmten Leitwort, um auf die Not von Kindern in anderen Teilen der Welt aufmerksam zu machen. Die Spenden, die bei den Besuchen im Landratsamt und in den Privathaushalten der Region gesammelt werden, fließen in Hilfsprojekte rund um den Globus. Sie ermöglichen Bildung, medizinische Versorgung und Schutz für diejenigen, die es am nötigsten haben.

  • Förderung von Bildungsprojekten
  • Medizinische Grundversorgung in Armutsregionen
  • Schutzrechte für Kinder stärken

Für die Verantwortlichen im Landratsamt ist der Besuch der Sternsinger daher auch immer ein Moment des Innehaltens. Er erinnert daran, dass kommunales Handeln zwar vor Ort stattfindet, die Verantwortung für das Wohlergehen der nächsten Generation aber keine Grenzen kennt.

Tradition bleibt lebendig

Auch im Jahr 2026 zeigt sich, dass dieser Brauch in Thüringen nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat. Trotz der fortschreitenden Digitalisierung und der Hektik des modernen Alltags nehmen sich Menschen Zeit, diese Tradition zu pflegen. Die Sternsingeraktion verbindet Generationen und bringt für einen kurzen Moment den Glanz von Weihnachten in den Januar hinüber. Mit dem Segen an der Tür geht die Verwaltung nun gestärkt in das neue Arbeitsjahr, begleitet von dem Wunsch nach Frieden und Gesundheit für alle Bürger der Region.


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