Jena, 02. März 2026. In der naturwissenschaftlichen Sammlung Johann Wolfgang von Goethes haben Forscher der Universität Jena einen spektakulären Fund gemacht: Eine 40 Millionen Jahre alte Ameise wurde in einem Bernstein entdeckt. Ein aktueller Wissenschaftspodcast beleuchtet nun die aufwendigen Untersuchungen des Fossils.
- Forschungsobjekt: 40 Millionen Jahre alte Ameise in Goethes Bernsteinsammlung.
- Beteiligte Institutionen: Universität Jena, Phyletisches Museum Jena, DESY Hamburg.
- Besonderheit: Hochauflösende 3D-Scans ermöglichen den Ausdruck des Fossils am heimischen 3D-Drucker.
- Links zum Fund: 3D-Modelle ansehen | Pressemitteilung der Uni Jena | Goethe Podcast
Winziges Fossil, große Entdeckung
Die Ameise ist so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Forscher gehen daher davon aus, dass Goethe selbst nichts von dem winzigen Einschluss in seinem Bernstein wusste. Ein Team der Universität Jena und des Phyletischen Museums rückte den Fundstücken nun mit modernster Technik zu Leibe. Wie im aktuellen RiffReporter-Format „Goethe Podcast“ berichtet wird, sorgte die Entdeckung bereits im Februar weltweit für wissenschaftliche Schlagzeilen.
Hochtechnologie macht Geschichte greifbar
Um das Fossil präzise zu untersuchen, reiste der Präparator des Phyletischen Museums, Bernd Bock, an das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) nach Hamburg. Dort wurde der Bernstein mit hochintensiver Synchrotron-Strahlung gescannt. Das Ergebnis ist ein hochauflösendes 3D-Modell der urzeitlichen Ameise, das nicht nur der Forschung dient, sondern von der Öffentlichkeit frei heruntergeladen und sogar an einem 3D-Drucker nachgebaut werden kann.
Jenaer Forscher suchen weitere Experten
Die Detailaufnahmen des Bernsteins haben neben der Ameise noch weitere Insekteneinschlüsse zutage gefördert, darunter Kriebel- und Trauermücken. Da die Jenaer Wissenschaftler festgestellt haben, dass Goethes Bernsteinsammlung insgesamt größer ist als historisch lange angenommen, steht noch viel Arbeit bevor. Für die exakte Bestimmung der weiteren Insektenarten sucht das Forscherteam derzeit nach spezialisierten Entomologen, die das Projekt mit ihrer Fachexpertise unterstützen können.
Hintergrund: Goethes Erbe und das Phyletische Museum
Die Universitätsstadt Jena ist eng mit den naturwissenschaftlichen Studien Johann Wolfgang von Goethes verbunden. Neben seinen literarischen Werken forschte Goethe intensiv in der Saalestadt, unter anderem zur Anatomie, Geologie und Botanik. Das heutige Phyletische Museum Jena, in dem der betroffene Bernstein verwahrt wird, wurde erst Jahrzehnte später von dem Evolutionsbiologen Ernst Haeckel gegründet. Es beherbergt heute international bedeutende Sammlungen zur Stammesgeschichte. Pünktlich zur Veröffentlichung der Ameisen-Entdeckung endete dort am 28. Februar 2026 die thematisch passende Sonderausstellung „Electro Mundi – Bernsteinwelten“.
Quelle:
Goethe Podcast: Goethes verborgener Schatz im Bernstein
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