Fast eine Million Euro Förderung: Jenaer Startup revolutioniert den Sehtest

Die Fakten im Überblick:

  • Unternehmen: Perceptec (Startup aus Jena)
  • Fördersumme: 930.000 Euro
  • Projektziel: Automatisierte Bestimmung von Fehlsichtigkeiten
  • Technologie: Innovative 3D-Displaytechnologie
  • Geplanter Marktstart: 2027

JENA (17.02.2026) – Ein weiteres Mal beweist Jena seinen Ruf als Zentrum für Optik und Photonik. Das lokale Startup Perceptec hat sich eine signifikante Finanzierung gesichert, um die Art und Weise, wie wir unsere Augen prüfen lassen, grundlegend zu verändern. Mit knapp einer Million Euro Förderung soll ein neues Verfahren zur Marktreife gebracht werden.

Forschungsgelder für die Augenheilkunde der Zukunft

Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, wurde dem Jenaer Jungunternehmen Perceptec eine Fördersumme in Höhe von 930.000 Euro zugesprochen. Diese Mittel fließen in ein ehrgeiziges Forschungsprojekt, das sich der automatisierten Bestimmung von Fehlsichtigkeiten widmet. In einer Stadt, die durch Ernst Abbe und Carl Zeiss die moderne Optik quasi erfunden hat, reiht sich diese Entwicklung nahtlos in die Tradition technischer Innovationen ein.

Das Kernstück der Innovation ist eine spezielle 3D-Displaytechnologie. Anders als bei klassischen Sehtests, bei denen oft noch mechanische Gläserkästen und subjektive Abfragen durch Personal notwendig sind, setzt das Jenaer Unternehmen auf digitale Präzision. Das Ziel ist ambitioniert: Bis zum Jahr 2027 soll ein vollständig marktreifes Medizinprodukt entstehen, das in Arztpraxen und möglicherweise auch bei Optikern zum Einsatz kommt.

Entlastung für das Gesundheitssystem

Die Relevanz dieses Projekts geht über den rein technischen Aspekt hinaus. Herkömmliche Sehtests zur Bestimmung der Refraktion (Brechkraft des Auges) sind personalintensiv und zeitaufwendig. In Zeiten des Fachkräftemangels und voller Wartezimmer bei Augenärzten bietet eine Automatisierung enorme Vorteile.

Durch die neue Technologie könnten Routineuntersuchungen künftig schneller und ohne ständige Betreuung durch hochspezialisiertes Personal durchgeführt werden. Dies würde Ärzten mehr Zeit für komplexe Diagnosen und Behandlungen lassen. Zudem deutet das Unternehmen an, dass die Technologie auch mobil einsetzbar sein könnte. Dies wäre ein gewaltiger Schritt für die telemedizinische Versorgung, beispielsweise in ländlichen Regionen Thüringens, wo der Weg zum nächsten Facharzt oft weit ist.

Ausblick: Der Weg zur Marktreife

Mit der gesicherten Finanzierung kann Perceptec nun die nächste Phase der Entwicklung einleiten. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie sich die Technologie im Praxistest bewährt. Sollte der Zeitplan eingehalten werden, könnte bereits im Jahr 2027 ein Gerät aus Jena in Praxen weltweit stehen, das Sehtests effizienter und zugänglicher macht.

Für den Wirtschaftsstandort Jena ist dies ein weiteres Signal für die Vitalität der hiesigen Gründerszene, insbesondere im Bereich der Medizintechnik und Optik.


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