Das Spiel im Überblick
- Begegnung: Science City Jena vs. MHP Riesen Ludwigsburg
- Liga: Basketball Bundesliga (BBL)
- Austragungsort: Jena
- Top-Scorer Jena: Keith Braxton (21 Punkte)
- Entscheidende Phase: 13:0-Lauf der Gäste im letzten Viertel
Jena, 01.02.2026 – Es war ein Abend, der vielversprechend begann, aber mit hängenden Köpfen endete. Für den Aufsteiger Science City Jena gab es am Samstagabend in der heimischen Halle gegen die routinierten MHP Riesen Ludwigsburg nichts zu holen – zumindest nicht über die volle Distanz von 40 Minuten. Am Ende stand eine Niederlage, die vor allem auf einen massiven Leistungseinbruch im letzten Spielabschnitt zurückzuführen ist.
Der fatale Einbruch im vierten Viertel
Basketball ist ein Spiel der Läufe, wie die alte Sportweisheit besagt. Doch der Lauf, den die Zuschauer im Schlussviertel erleben mussten, ging einseitig zu Gunsten der Gäste aus Baden-Württemberg. Bis zum Beginn des letzten Abschnitts hielt Jena gut mit und bot dem etablierten Playoff-Kandidaten Paroli. Doch dann riss der Faden im Spiel der Thüringer komplett.
Den Saalestädtern ging im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus. Der Schlussabschnitt ging mit deutlichen 24:12 an die Gäste. Besonders schmerzhaft war eine Phase von viereinhalb Minuten, in denen Jena kein einziger Punkt gelang. Die Offensive wirkte statisch, die Würfe fielen nicht mehr, und die physische Verteidigung der Ludwigsburger zeigte Wirkung. In dieser kritischen Phase blieben die Hausherren zudem sechs Minuten lang ohne ein einziges Field Goal – eine Ewigkeit im schnellen Basketballsport.
Ludwigsburg nutzte diese Schwächephase eiskalt aus. Mit einem entscheidenden 13:0-Lauf zogen die Riesen davon und ließen keine Zweifel mehr am Sieger aufkommen. Maßgeblich daran beteiligt waren Elijah Hughes (12 Punkte) und Yorman Polas Bartolo (13 Punkte), deren erfolgreiche Distanzwürfe den Widerstand der Jenaer endgültig brachen.
Offensive Mängel und die Abhängigkeit von Braxton
Ein Blick auf die Statistik zeigt, wo der Schuh drückte. Science City Jena traf als Team lediglich 37,7 Prozent seiner Würfe aus dem Feld. Eine Quote, mit der es in der Beletage des deutschen Basketballs schwer ist, Spiele gegen Top-Teams zu gewinnen.
Lichtblick im Spiel der Jenaer war erneut Keith Braxton. Der Forward stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und avancierte mit 21 Punkten zum Top-Scorer seiner Mannschaft (9 von 21 aus dem Feld). Doch auch er fand in der entscheidenden Phase keine Mittel mehr gegen die aggressive Gäste-Verteidigung. Braxton rieb sich auf, erhielt jedoch zu wenig Unterstützung von seinen Mitspielern, um die Partie in der Crunchtime noch einmal eng zu gestalten.
Auf der Gegenseite brillierte Ludwigsburgs Spielmacher Stefan Smith. Mit 18 Punkten und 6 Assists lenkte er das Spiel der Riesen souverän und fand immer wieder die Lücken in der Jenaer Defensive, die dem Druck am Ende nicht mehr standhielt.
Fazit: Lehrgeld für den Aufsteiger
Für Science City Jena war dieser Abend eine klassische Lektion in Sachen Bundesligahärte. Während man drei Viertel lang zeigte, dass man wettbewerbsfähig ist, demonstrierte Ludwigsburg im Stile einer Spitzenmannschaft, wie man Spiele „clutched“ – also in den entscheidenden Momenten für sich entscheidet.
Die Mannschaft muss nun schnell regenerieren und die Fehleranalyse betreiben. Vor allem die offensive Konstanz und die mentale Stärke in den Schlussminuten dürften in den kommenden Trainingseinheiten von Coach und Team thematisiert werden. Um als Aufsteiger die Klasse zu halten, darf man sich solche langen Phasen ohne Korberfolg in Zukunft kaum mehr erlauben.
Wir bleiben für Sie am Ball und berichten, wie sich Science City Jena in den kommenden Wochen rehabilitieren will.
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