Das Wichtigste im Überblick
- Begegnung: Science City Jena vs. MHP Riesen Ludwigsburg
- Ergebnis: 75:84 (44:40)
- Top-Scorer Jena: Keith Braxton Jr. (21 Punkte)
- Knackpunkt: Ein 0:13-Lauf in den letzten vier Minuten
- Tabellensituation: 10. Saisonniederlage, Dämpfer im Play-off-Rennen
Jena (01.02.2026) – Es war angerichtet für einen weiteren Heimsieg in der Sparkassen-Arena, doch am Ende standen Spieler und Fans mit leeren Händen da. Science City Jena hat am Samstagabend eine extrem bittere Pille schlucken müssen. Im Duell gegen die MHP Riesen Ludwigsburg zeigte der BBL-Aufsteiger über weite Strecken eine beherzte Leistung, brach jedoch in der entscheidenden Phase komplett ein und unterlag noch mit 75:84.
Verschlafener Start und starke Aufholjagd
Die Partie begann für die Thüringer alles andere als optimal. Die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen wirkte in den Anfangsminuten unkonzentriert und ließ die Gäste aus Baden-Württemberg gewähren. Folgerichtig lag Jena nach dem ersten Viertel mit 28:36 zurück – eine Hypothek, die gegen ein erfahrenes Team wie Ludwigsburg schwer wiegt.
Doch Science City bewies Moral. Im zweiten Viertel kämpften sich die Hausherren zurück ins Spiel. Mit intensivierter Verteidigung und klugen Offensivaktionen drehten sie den Spieß um. Zur Halbzeit leuchtete eine 44:40-Führung von der Anzeigetafel. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Jenaer am Drücker und bauten den Vorsprung bis zur 27. Minute sogar auf 60:53 aus. Die Stimmung in der Halle war bestens, der Glaube an den Sieg greifbar.
Der totale Blackout in der Crunchtime
Vier Minuten vor der Schlusssirene sah alles nach einem wichtigen Erfolg im Kampf um die Play-off-Plätze aus. Jena führte mit 75:71 und hatte das Momentum scheinbar auf seiner Seite. Was dann folgte, lässt sich sportlich nur als kollektiven Blackout bezeichnen.
In den verbleibenden Minuten gelang den Saalestädtern kein einziger Punkt mehr. Offensiv lief plötzlich nichts mehr zusammen; Bälle wurden verloren, Würfe verfehlten ihr Ziel, und die nötige Ruhe fehlte komplett. Die Gäste aus Ludwigsburg hingegen spielten ihre Routine gnadenlos aus. Mit einem brutalen 13:0-Lauf beendeten sie das Spiel und drehten das Ergebnis auf 75:84. Besonders Stefan Smith (18 Punkte) und Yorman Polas Bartolo (13 Punkte) bereiteten der Jenaer Defense dabei Kopfzerbrechen.
Lichtblicke und Tabellensituation
Trotz der Niederlage gab es individuelle Lichtblicke im Jenaer Spiel. Keith Braxton Jr. avancierte mit 21 Zählern zum Top-Scorer der Partie und hielt sein Team lange Zeit im Spiel. Auch Uchenna Iroegbu (12 Punkte) und Joe Wieskamp (11 Punkte) lieferten zweistellige Werte ab. Doch Basketball ist ein Teamsport, und in der entscheidenden Phase fehlte die geschlossene Mannschaftsleistung, um den Sack zuzumachen.
Mit der nunmehr zehnten Saisonniederlage verliert Science City Jena wertvollen Boden im engen Rennen um die Play-off-Ränge. Als Aufsteiger spielt das Team zwar immer noch eine respektable Saison, doch gerade Heimspiele gegen direkte Konkurrenten sind essenziell, um sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen.
Schwarzes Wochenende für Mitteldeutschland
Nicht nur in Jena herrscht Katerstimmung, auch die regionalen Nachbarn aus Sachsen erlebten ein enttäuschendes Wochenende. Die Niners Chemnitz setzten ihre Negativserie fort und verloren bei den Veolia Towers Hamburg deutlich mit 69:86. Damit blieben beide mitteldeutschen Vertreter an diesem Spieltag ohne Punkte.
Für Science City Jena heißt es nun: Mund abputzen und den Fokus auf das nächste Spiel richten. Die Analyse der letzten vier Minuten wird für Trainer Björn Harmsen sicherlich im Mittelpunkt der kommenden Trainingswoche stehen, damit sich ein solcher Einbruch nicht wiederholt.
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