- Was: 1. Basketball-Bundesliga (easyCredit BBL)
- Wer: Science City Jena vs. MHP Riesen Ludwigsburg
- Ergebnis: 75:84 (44:40)
- Wann: Samstag, 31.01.2026
- Wo: Sparkassen-Arena, Jena
- Zuschauer: 2917
Jena (01.02.2026) – Es war angerichtet für einen perfekten Samstagabend in der Sparkassen-Arena. Doch am Ende standen leere Blicke und hängende Köpfe auf dem Parkett. In einem wahren Basketball-Krimi hat der Bundesliga-Aufsteiger Science City Jena eine greifbare Sensation gegen die MHP Riesen Ludwigsburg in den letzten Minuten aus der Hand gegeben. Vor knapp 3000 Zuschauern unterlagen die Thüringer nach einer starken kämpferischen Leistung mit 75:84.
Der Spielverlauf: Vom Rückstand zur Hoffnung
Die Partie begann für die Gastgeber alles andere als optimal. Die Ludwigsburger, bekannt für ihre physische Spielweise, dominierten zunächst die Bretter. Besonders unter dem Korb zeigten sich die Gäste konsequenter und sicherten sich allein im ersten Viertel zehn Rebounds. Jena wirkte in der Anfangsphase überrumpelt und fand offensiv kaum statt. „Wir waren in dieser Phase zu passiv“, analysierte Jena-Trainer Björn Harmsen später am Mikrofon des Senders DYN. Folgerichtig lagen die Hausherren nach zehn Minuten mit 24:27 hinten.
Dass der Rückstand nicht höher ausfiel, war vor allem der individuellen Klasse von Keith Braxton und Uchenna Iroegbu zu verdanken, die ihr Team im Spiel hielten. Im zweiten Viertel wachte Science City dann jedoch richtig auf. Vor allem defensiv steigerte sich der Aufsteiger enorm, generierte Ballgewinne (Steals) und drehte das Momentum. Innerhalb weniger Sekunden verwandelten die Saalestädter einen 30:36-Rückstand in eine 37:36-Führung. Ludwigsburg verlor kurzzeitig die Struktur, wie auch deren Akteur Gavin Schilling zugab. Mit einer knappen 44:40-Führung ging es für Jena in die Kabine – die Hoffnung auf den Heimsieg lebte.
Der fatale Blackout in der Crunchtime
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng und umkämpft. Die Gäste stabilisierten sich, doch Jena hielt dagegen und ging sogar mit einer 63:60-Führung in den entscheidenden Schlussabschnitt. Bis viereinhalb Minuten vor dem Ende sah alles nach einem Heimsieg aus. Alex Herrera traf zwei Freiwürfe zum 75:71. Die Stimmung in der Sparkassen-Arena kochte, der Sieg war zum Greifen nah.
Doch was dann folgte, lässt sich nur als totaler spielerischer Einbruch beschreiben. Elijah Hughes traf einen „wilden“ Dreier für Ludwigsburg zum 76:75, und dieser Korb wirkte wie ein Schock für die Hausherren. Plötzlich lief offensiv nichts mehr zusammen. Während Ludwigsburg seine ganze Routine ausspielte und abgezockt punktete, gelang Science City Jena in den verbleibenden viereinhalb Minuten kein einziger Punkt mehr.
Ein 0:13-Lauf in der Schlussphase besiegelte das Schicksal der Jenaer. Hektische Aktionen und Fehlwürfe prägten die letzten Minuten. Selbst Topscorer Keith Braxton, der mit 21 Punkten bis dahin ein starkes Spiel gemacht hatte, blieb in der entscheidenden Phase glücklos.
Fazit und Ausblick
Für Science City Jena ist diese Niederlage besonders bitter, da man über weite Strecken auf Augenhöhe agierte und den Sieg praktisch schon vor Augen hatte. „Das ist hart. Wir haben alles rausgehauen. Jetzt müssen wir daraus lernen“, resümierte ein enttäuschter Keith Braxton nach der Schlusssirene.
Tabellarisch bleibt Jena trotz der Niederlage im gesicherten Mittelfeld. Als Aufsteiger hat das Team weiterhin einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsränge, verpasst aber die Chance, sich weiter nach oben zu orientieren. Ludwigsburg hingegen festigt mit dem Auswärtssieg seine Ambitionen auf die Playoffs. Für Björn Harmsen und sein Team gilt es nun, die positiven 35 Minuten mitzunehmen und die Gründe für den offensiven Stillstand in der „Crunchtime“ zu analysieren, bevor die nächste Aufgabe in der easyCredit BBL ansteht.
Bleiben Sie sportlich und genießen Sie den Sonntag!
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