- Ort: Holzmarkt 6, Jena (Innenstadt)
- Unternehmen: Tante Zukunft GmbH (Gründer: Willy Götze)
- Konzept: Vollautomatischer 24/7-Supermarkt mit Robotik
- Investition: Rund 120.000 Euro für die Roboter-Technik
- Besonderheit: Auch Tiefkühlwaren im Sortiment
Jena. Wer nachts in der Jenaer Innenstadt noch schnell Lebensmittel oder Snacks besorgen wollte, stand bisher oft vor verschlossenen Türen oder war auf Tankstellen angewiesen. Das soll sich nun ändern. Am zentralen Holzmarkt bereitet der junge Unternehmer Willy Götze eine kleine Revolution für den Einzelhandel in der Lichtstadt vor. Unter dem Namen „Tante Zukunft“ entsteht ein Laden, der ganz ohne menschliches Kassenpersonal auskommt und rund um die Uhr geöffnet sein wird.
High-Tech statt Kassenpersonal
Das Herzstück des neuen Ladens am Holzmarkt 6 ist keine klassische Ladentheke, sondern eine hochmoderne Maschine. Rund 120.000 Euro hat der Gründer in einen Kommissionier-Roboter investiert. Das System gehört zur vierten Generation dieser Technologie und verspricht einen reibungslosen Ablauf beim Einkauf. Kunden wählen ihre Waren vermutlich über ein Terminal oder eine App aus, und der Roboter stellt den Einkauf im Hintergrund zusammen und gibt ihn aus.
Götze, der die Idee während seines Studiums in Jena entwickelte, sah eine Marktlücke in der mangelnden 24/7-Verfügbarkeit von Waren in der Stadt. Während in ländlichen Regionen Thüringens bereits vermehrt Automaten-Läden (oft von Fleischereien oder Direktvermarktern) das Ortsbild prägen, fehlte ein solches High-Tech-Konzept bislang im Jenaer Stadtzentrum.
Ein Wagnis für die Nahversorgung
Die Umsetzung des Projekts ist für den Jungunternehmer ein finanzieller Kraftakt. Die Investitionssumme für den „Tante-Emma-Roboter“ wurde über Kredite und mit Unterstützung der Thüringer Bürgschaftsbank finanziert. Auch Fördermittel sind im Gespräch. Das Risiko könnte sich jedoch lohnen: Die Lage am Holzmarkt ist extrem frequentiert, direkt an den Haltestellen des Nahverkehrs und im Laufweg vieler Studenten und Pendler.
Das Sortiment soll dabei über das klassische Kiosk-Angebot hinausgehen. Dank der modernen Technik ist der Roboter in der Lage, auch Tiefkühlprodukte zu handhaben. Damit könnte „Tante Zukunft“ nicht nur den spontanen Hunger stillen, sondern auch den vergessenen Wocheneinkauf zu später Stunde ermöglichen.
Trend zu „Smart Stores“ erreicht Jena
Mit der Eröffnung folgt Jena einem bundesweiten Trend. Sogenannte „Smart Stores“ gelten als eine Antwort auf den Fachkräftemangel im Einzelhandel und die veränderten Bedürfnisse der Kunden, die maximale Flexibilität schätzen. Während die Schaufenster Ende Januar noch verklebt waren, deutet der Schriftzug über dem Laden bereits auf die baldige Eröffnung hin. Wenn die Technik hält, was sie verspricht, könnte der nächtliche Weg zur Tankstelle für viele Jenaer bald der Vergangenheit angehören.
Wir wünschen dem mutigen Projekt einen erfolgreichen Start in der Innenstadt.
Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.